1:1 in Hoffenheim : Freiburg klettert auf den Relegationsplatz

Aufsteiger SC Freiburg kehrt durch ein 1:1 bei der TSG Hoffenheim wieder zurück auf Relegationsplatz 16 - mit fünf Punkten Vorsprung auf Hertha BSC.

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Mitreißendes Duell. Hoffenheims Marvin Compper (r.) und Johannes Flum vom SC Freiburg kämpfen um den Ball.
Mitreißendes Duell. Hoffenheims Marvin Compper (r.) und Johannes Flum vom SC Freiburg kämpfen um den Ball.Foto: dpa

Die Laune von Robin Dutt schien ein wenig widerzuspiegeln, was beim SC Freiburg in den vergangenen zwei Wochen passiert ist: Es geht ganz leicht aufwärts. Vor einer Woche gab es beim 1:0-Sieg drei wichtige Punkte gegen den FSV Mainz 05, diesmal gab es ein 1:1 (0:0) bei 1899 Hoffenheim und wenigstens einen Zähler für die Breisgauer im Abstiegskampf. Erfrischend offen referierte Dutt anschließend über die schwierigen Situationen in den 90 Minuten von Sinsheim. „Wenn wir Pech haben, pfeift der Schiedsrichter Elfmeter in der zweiten Minute, als Julian Schuster den Ball mit der Hand spielt“, sagte Freiburgs Trainer. Und: „Wenn wir wieder Pech haben, gibt der Schiedsrichter in der 60. Minute eine Rote Karte für Mensur Mujdza, weil er bei seinem Foul letzter Mann ist.“ Beides aber tat Schiedsrichter Helmut Fleischer zum Glück für Freiburg nicht.

Dutt aber sprach auch über den Teil des Spiels, der ihn ärgerte. Es war nicht schwer zu ergründen, dass er den Ausgleich meinte, den Hoffenheims Verteidiger Josip Simunic in der 80. Minute erzielte. Dieser war keineswegs unverdient, aber er fiel eben spät. Und nachdem die Freiburger in der 64. Minute mit 1:0 durch Mohamadou Idrissou in Führung gegangen waren, weil Timo Hildebrand einen leichten Schuss nicht festhalten konnte. „Wir sind nicht unzufrieden, immerhin stehen wir jetzt wieder auf dem Relegationsplatz“, sagte Dutt. Sein Kapitän Heiko Butscher wagte gar einen optimistischen Ausblick in die nächste Woche zum Heimspiel gegen Bochum. „Dieser Punkt war wichtig für den Kopf“, sagte er, „wenn wir Bochum schlagen, haben wir die mit reingezogen.“

In Hoffenheim waren die Erwartungen von Beginn an andere als bei den Aufsteigern in Freiburg. Das siebte Remis der Saison war wenig dazu geeignet, die sportliche Krise als beendet zu erklären, aber Trainer Ralf Rangnick formulierte ein minimales Zwischenziel: „Mit dem Unentschieden ist klar, dass wir bei zehn Punkten Vorsprung und dem besseren Torverhältnis nicht mehr nach unten schauen müssen.“

Hoffenheim zu harmlos vor dem gegnerischen Tor

Wie beschwerlich der Weg aus einer Krise sein kann, führt Hoffenheim seit Wochen vor. Acht Heimspiele lang gelang nur ein Sieg. Auch nach dem neunten gab es eher Enttäuschung zu vermelden. Kaum ein Team schaffte es in den vergangenen Wochen so konsequent kein Tor zu schießen, trotz bester Chancen. Die Abschlussschwäche zeigte sich auch gegen Freiburg, als Carlos Eduardo nach zwei gespielten Minuten zu lange zögerte und die erste gute Chance vergab.

Freiburg hätte schon sechs Minuten später in Führung gehen können, Hoffenheims Torwart Timo Hildebrand konnte den Schuss von Johannes Flum aus zehn Metern aber wegfausten. Aufseiten der Hoffenheimer scheiterte Vedad Ibisevic noch vor der Pause. Er lief allein auf Simon Pouplin zu und ignorierte den mitgelaufenen Eduardo. Rangnick nahm Ibisevic zur Pause raus und kritisierte dessen Egoismus. Er sagte: „Das kann man als Trainer nicht ohne Reaktion lassen und am Montag in der Videoanalyse zeigen.“

In der Analyse werden die Hoffenheimer insgesamt nicht viel Positives sehen. „Die erste Hälfte war desolat, wir müssen jetzt noch ein paar Punkte holen und dann nächste Saison wieder angreifen“, sagte Hoffenheims Tobias Weis.

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