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1:1 in Nürnberg : Dortmund müht sich zum Unentschieden

Nach zwei Spieltagen scheint der BVB noch weit von seiner Form der Vorsaison entfernt. Nach dem holprigen 2:1-Auftaktsieg über Werder Bremen folgte ein mühsames 1:1-Unentschieden beim 1. FC Nürnberg. Nach der 1:0-Führung durch Tomas Pekhart (31.) gelangnte Jakub Blaszczykowski (40.) der Ausgleich. 

Oliver Trust
Der „Fußballer des Jahres“ Marco Reus (l.) konnte sich gegen die Nürnberger um Robert Mak kaum in Szene setzen.
Der „Fußballer des Jahres“ Marco Reus (l.) konnte sich gegen die Nürnberger um Robert Mak kaum in Szene setzen.Foto: dapd

Es war ein leichtes, aber unüberhörbares Grollen, das jeden Satz begleitete, den die Dortmunder nach dem Unentschieden beim 1. FC Nürnberg sagten. „Das 1:1 nervt, so ein Spiel müssen wir gewinnen“, stellte Sebastian Kehl fest. „Da waren zu wenig genau Pässe“, meinte Julian Schieber. Und Neven Subotic sagte: „Wir haben zu viele Standards zugelassen.“ Und ihr Trainer Jürgen Klopp gestand ein: „Wir sind noch nicht bei 100 Prozent, der letzte Punch hat gefehlt“.

Klopp machte Schiedsrichter Tobias Welz für ein insgesamt zerfahrenes Spiel verantwortlich und übertrieb seine Kritik am jungen Unparteiischen. „Ich hatte das Gefühl, es gab jedes Mal Freistoß, wenn ein Nürnberger fiel. Ich hoffe, er schaut sich das noch einmal an und lernt daraus.“ Vielmehr hatte Dortmund über 90 Minuten mit einem geschickt verteidigenden Gegner Probleme und konnte nie genug Tempo in sein Spiel bringen.

 Beim deutschen Meister ließe sich nach den Toren von Tomas Pekhart (31.) und Jakub Blaszczykowski (40.) vor 50.000 Zuschauern mindestens genau so viel Lern-Potential feststellen wie bei Schiedsrichter Welz, der keine gravierenden Fehler machte, sieht man einmal von der Szene in der 63. Minute ab, in der er durchaus Elfmeter für die Nürnberger hätte pfeifen können. Lukasz Piszczek ging etwas zu forsch in den Zweikampf gegen Robert Mak, der später klagte: „Normalerweise ist das ein Elfmeter. Es war Foul und er hat mich berührt, also, was ist das?.“

 Fast im Gegenzug hatte dann Nürnberg Glück. Javier Pinola köpfte einen Kopfball von Mats Hummels von der eigenen Linie. „Wir konnten Dortmund nicht das offene Feld überlassen“, sagte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking. „Wir haben das mit Leidenschaft gemacht, ja, man kann sagen, wir haben sie genervt“. Für die Zukunft wünschte sich Hecking noch „mehr Mut im Spiel, damit wir Dortmund mal schlagen können.“ Trotz der größeren Spielanteile wäre eine Niederlage für den Meister durchaus drin gewesen. Mak vergab in der 86. Spielminute eine große FCN-Chance als er nur den Pfosten traf.   

 Nach 31 Minuten offenbarte Dortmund Schwächen in der Abwehr als Hummels Pekhart nach einem Eckball zum Kopfball kommen ließ und Roman Weidenfeller keine Abwehrchance hatte. FCN-Torwart Raphael Schäfer wehrte einen starken Schuss von Julian Schieber zur Ecke ab, als Dortmund viel zu halbherzig zu einer Schlussoffensive antrat. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass viele Mannschaften so defensiv spielen werden wie die Nürnberger, die haben nur zerstört. Wir müssen so eine Spielweise knacken“, meinte Hummels.

 

In der Schlussphase verließ die Nürnberger tatsächlich etwas der Mut. Die Dortmunder aber konnten trotz der Einwechslungen von Mario Götze und Julian Schieber die Partie nicht mehr gewinnen, sondern sahen bei manchem Kontern schlecht aus. „Das Unentschieden ist insgesamt sicher gerecht“, analysierte Club-Coach Dieter Hecking. „Wir wissen schon gegen wen wir gespielt haben, deshalb ist das 1:1 für uns ein Erfolg.“ 

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