1. FC Union : Alles neu in Köpenick

Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Union startet in eine Saison voller Änderungen. Am Montag beim ersten Training fehlte nur ein Brasilianer, der eigentlich zum Probetraining kommen sollte.

Matthias Koch

Berlin - Die Spieler des 1. FC Union staunten, als sie am gestrigen Vormittag zum ersten Mal nach der Sommerpause wieder das Stadion An der Alten Försterei betraten. Gerade rechtzeitig zum Trainingsauftakt präsentierten sich die Treppe und die Tür zum Kabinentrakt erstmals in Rot. „Das habe ich kurzfristig angeordnet, weil unsere Vereinsfarben Rot-Weiß sind“, sagte Präsident Dirk Zingler. „Jeder Spieler, der in die Kabine geht, soll wissen, wo er hingehört.“

Die Orientierung fiel aber nicht nur den Neuzugängen Bernd Rauw, Björn Brunnemann und Dominic Peitz sowie dem brasilianischen Testspieler Ricardinho nicht ganz so leicht. Baufahrzeuge fuhren permanent durch das Stadiongelände. Und der Schuh- und Materialraum wurde ins Erdgeschoss des Kabinencontainers verlegt. Zudem fand der Laktattest auf dem rund fünf Autominuten entfernten Sportplatz in der Dörpfeldstraße statt.

Trotzdem konnten die Berliner Profis ihren Trainer einigermaßen zufriedenstellen. Schon vor der zweiten Einheit am Nachmittag nickte Uwe Neuhaus den Zustand seiner Akteure ab. „Alle Spieler waren an Bord. Keiner kam zu spät, und keiner hatte Übergewicht“, sagte er. Einen Spieler vermisste Neuhaus dennoch. Eigentlich sollte neben Ricardinho noch ein zweiter Testspieler aus Südamerika am gestrigen Tag vorspielen, „der war aber nicht da“, sagte der Trainer. Der mysteriöse fehlende Mann soll im Gegensatz zu drei anderen Brasilianern, die Union abgelehnt hat, nicht zum Pool des neuen Hauptsponsors gehören.

Den Präsidenten aber kümmerten die Transfersorgen seines Klubs am gestrigen Tag nur wenig. In einer kleinen Rede wandte er sich an das anwesende Personal, um noch mal die Bedeutung der kommenden Saison herauszustellen. „Das Erreichen der Zweiten Liga ist mit Veränderungen verbunden: Damit meine ich das Team, die Mitarbeiter, die Medienlandschaft und unser neues Stadion“, sagte Dirk Zingler seinen Profis. „Wir dürfen uns davon aber nicht verrückt machen lassen.“ Allen Veränderungen zum Trotz.

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