Sport : 1. FC Union: Pokalfinalist ohne Ernemann und Tschiedel

Fünf Tage nach dem sensationellen Einzug in das Finale des DFB-Pokals spielt der 1. FC Union am Sonntag in Wattenscheid erstmals in diesem Jahr wieder um Punkte in der Fußball-Regionalliga Nord. In dieser Partie sowie am Wochenende darauf gegen Eintracht Braunschweig werden laut Präsident Heiner Bertram "die Weichen für die Zukunft des Vereins gestellt". Union braucht zwei Siege, um im Aufstiegsrennen nicht zurückzufallen.

Den Pokal-Erfolg gegen Mönchengladbach hat der Regionalligist teuer bezahlen müssen. Bei Libero Jens Tschiedel brach eine nicht ganz auskurierte Fußverletzung wieder auf, so dass ihm nun eine längere Pause droht. Ebenfalls eine alte Verletzung am Oberschenkel zwang Daniel Ernemann zum Ausscheiden. Auch er bekam vom Arzt vorläufig Trainingsverbot erteilt.

Trainer Georgi Wassilew muss seine Abwehr daher weitgehend umbauen. "Wir haben genügend Alternativen, um diese Ausfälle zu kompensieren", sagt der Coach. Der Bulgare erwägt nach den kräftezehrenden 120 Minuten vom Dienstag ohnehin, einigen Ersatzspielern eine Chance zu geben. So könnte der in der Winterpause aus Uerdingen geholte Torjäger Daniel Teixeira - am Dienstag erst eingewechselt - diesmal sein Debüt von Beginn an geben. Routinier Marko Tredup, gegen Gladbach gar nicht dabei, stände für eine der vakanten Positionen in der Defensive zur Verfügung.

Für Erheiterung sorgte bei Wassilew eine Meldung, nach der er neuer Trainer bei Eintracht Frankfurt werden soll. "Ich wusste bislang nicht, dass Frankfurt Interesse an mir haben soll. Ich habe kein Gespräch mit Eintracht-Verantwortlichen geführt", sagte der Bulgare, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Er kennt Frankfurts Sportdirektor und Interimscoach Rolf Dohmen aus dessen Amtszeit als Verwaltungsrat bei den Berlinern und war zudem bei Lewski Sofia zwei Jahre lang der Trainer von Eintrachts Routinier Peter Hubtschew.

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