Sport : 106 Prozent teurer

Alba Berlin verärgert seine Dauerkartenbesitzer

Benedikt Voigt

Berlin. Als der Rentner Klaus Schulze im Juni einen Brief von Alba Berlin erhielt, freute sich der Basketballfan noch. „Wir werden zum Saisonstart ein neues Ticketrezept vorstellen, von dem ganz besonders Sie als Dauerkarteninhaber profitieren werden“, stand dort geschrieben. Als er jedoch den konkreten Preis seiner Dauerkarte erfuhr, schlug die Freude in Ärger um. Klaus Schulze sagt: „Ich soll 106 Prozent mehr bezahlen.“

Der Rentner ist nicht der einzige Dauerkarteninhaber, der sich bei Alba Berlin über das neue Preissystem beschwerte. Auch im Internetforum des Vereins diskutieren empörte Fans. „Wir nehmen das sehr ernst“, sagt Albas Vizepräsident Marco Baldi. Nach zahlreichen Beschwerden überarbeitet der Deutsche Basketballmeister sein neues Preissystem noch einmal. Baldi sagt: „In 14 Tagen sind wir so weit.“

Ziel der Preisreform war es, die Max- Schmeling-Halle noch besser auszulasten. Und damit die Einnahmen für Alba Berlin zu erhöhen. „Aber das geht nur mit den Zuschauern und nicht gegen die Zuschauer“, sagte Baldi. Dazu sollte das Ticketsystem transparenter gestaltet werden. „Wenn man alle Rabatte und Ticketarten berücksichtigt, haben wir 240 Kategorien“, sagt Baldi. Fans wie Klaus Schulze sind jedoch verärgert, dass es in der ersten Version des neuen Systems nicht mehr wie bisher unterschiedliche Dauerkarten für Bundesliga und Europaliga geben sollte. Schulze sagt: „Ich soll noch ein Schnitzel kaufen, das ich gar nicht essen will und mir gar nicht leisten kann.“ Ob das nun wieder geändert wird, konnte Baldi nicht sagen. „Wir sind noch am Machen.“

Dafür ist nach Teoman Öztürks Vertragsverlängerung die Personalplanung für die neue Saison beendet. Es soll kein weiterer Spieler verpflichtet werden. Nur hinter den Verletzten Henrik Rödl und Tommy Thorwarth stehen noch Fragezeichen. Ansonsten sagt Baldi: „Das ist unsere Wunschformation.“

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