17-jähriger festgenommen : Twitterer beleidigt Wasserspringer Daley

Nachdem er am Montag damit gescheitert ist, eine Medaille im Synchronwettbewerb vom Zehn-Meter-Turm zu gewinnen, wurde der Brite Thomas Daley auf Twitter beleidigt. Einen Tag später wurde der Täter von der britischen Polizei festgenommen.

Britisches Wunderkind Tom Daley wurde auf Twitter schwer beleidigt. Foto: Reuters
Britisches Wunderkind Tom Daley wurde auf Twitter schwer beleidigt.Foto: Reuters

Der britische Star-Wasserspringer Tom Daley ist von einem enttäuschten Fan über Twitter schwer beleidigt worden. „Du bist eine Enttäuschung für Deinen verstorbenen Vater“, hieß es in dem Twitter-Eintrag. Die Polizei nahm daraufhin einen 17-Jährigen in einer Pension im südenglischen Weymouth, dem Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe, fest. Der junge Mann zeige sich bei den Ermittlungen kooperativ, sagte eine Sprecherin der Dorset Police.

Der 18 Jahre alte Daley hatte vor eineinhalb Jahren seinen Vater verloren. Er war an einem Gehirntumor gestorben. Der Wasserspringer hatte seine sportlichen Erfolge stets seinem Vater gewidmet und gesagt, sein Vater habe ihn zu seinen Leistungen inspiriert. „Ich tue es für mich und meinen Papa“, sagte er jüngst der BBC.

Beim Synchronwettbewerb vom Zehn-Meter-Turm waren Daley und sein Partner Pete Waterfield am Montag als Medaillenhoffnung der Gastgeber an den Start gegangen, hatten aber als Vierte einen Platz auf dem Podest knapp verfehlt.

Die größten Pannen der Olympia-Organisatoren in London

Die größten Pannen der Olympia-Organisatoren in London
Eklat beim Hammerwerfen. Die deutsche Betty Heidler wirft im fünften Versuch an die 77-Meter-Marke, nah dran an der Goldweite. Doch dann der Schock: Die Technik versagt, der Wurf kann nicht gemessen werden. Betty Heidler bekommt als einzigen Trost einen weiteren Versuch, doch die Weite erreicht sie nicht mehr. So steht am Ende statt dem Podium der achte Platz für Heidler. Erst nach längeren Diskussionen und Nachmessungen wird Heidlers Wurf dann doch noch gewertet - und die Frankfurterine kann sich über Bronze freuen. Foto: dapdWeitere Bilder anzeigen
1 von 19Foto: dapd
10.08.2012 22:26Eklat beim Hammerwerfen. Die deutsche Betty Heidler wirft im fünften Versuch an die 77-Meter-Marke, nah dran an der Goldweite....

Dies ist schon der vierte Twitter-Skandal der Olympischen Spiele. Am Montag wurde es bestätigt, dass der Schweizer Fußballspieler Michel Morganella nach seinen rassistischen Kommentaren gegen Südkorea von der Olympia-Mannschaft ausgeschlossen wurde, und kurz vor dem Olympia-Auftakt wurde die griechische Athletin Voula Papachristou nach ihren Twitter-Äußerungen aus der Mannschaft gestrichen. Auch die deutsche Fahnenträgerin Natascha Keller geriet ohne eigenes Zutun in die Kritik, als anti-griechische Kommentaren unter ihrem Namen via Twitter publiziert wurden. (dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar