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2:0 gegen Eisbären : DEL: Krefeld verteidigt Tabellenführung

Die Krefeld Pinguine haben in der Deutschen Eishockey-Liga die Tabellenspitze verteidigt. Im Spitzenduell des 3. Spieltages bezwang Krefeld am Freitagabend den Meister Eisbären Berlin mit 2:0 und hat als bislang einziges Team alle drei Spiele gewonnen.

Hans van Kempen

Bei der Ankunft am frühen Nachmittag war die Stimmung noch locker gewesen bei den Gästen. Kein Wunder, schließlich hatte kein anderes Team der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) so häufig an der altehrwürdigen Krefelder Westparkstraße gewonnen wie die Eisbären Berlin. Erst in der vergangenen Saison waren die Berliner dank zweier Siege bei den Pinguinen in die letztlich siegreiche Endspielserie gegen die Kölner Haie eingezogen. Gestern Abend nun gelang den Krefeldern zumindest eine kleine Revanche für diesen schmerzlichen Moment. Im Duell der beiden bis dato ungeschlagenen DEL-Teams setzten sie sich vor 5737 Zuschauern mit 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) gegen die Berliner durch.

„Meine Spieler haben nicht die nötige Leistungsbereitschaft gezeigt, sind nicht genug gelaufen“, sagte Eisbären-Coach Jeff Tomlinson. „Man muss sich das Glück auch erarbeiten“, ergänzte er, „das haben heute die Krefelder gemacht und deshalb verdient gewonnen.“ In einer spannenden wie temporeichen Begegnung verhinderte allein Eisbären-Torhüter Rob Zepp eine höhere Niederlage seines Teams.

Bereits vor dem Spiel hatte Krefelds Coach Rick Adduono auf die Klasse des Schlussmannes verwiesen. „Wir müssen so viele Schüsse wie möglich auf sein Tor bringen.“ Dieser Plan ging zunächst allerdings nicht auf, im Gegenteil. Nach acht Minuten besaßen die Eisbären bei doppelter Überzahl 111 Sekunden lang die Chance auf eine frühe Führung, wobei Florian Busch aus kurzer Distanz die größte Gelegenheit vergab. In der Folge spielte sich – wie angekündigt – Rob Zepp in den Mittelpunkt. Bei acht guten Torchancen der Krefelder reagierte er teilweise großartig.

Nach einer halben Stunde erhöhten die Pinguine das Tempo. Kevin Clark setzte sich gegen Verteidiger Shawn Lalonde durch und hob den Puck mit der Rückhand über Zepp zum 1:0 ins Tor. Im Schlussdrittel bündelten beide Trainer mit fünf Verteidigern und drei Sturmreihen die Kräfte. Das verhalf aber nur den Pinguinen zu größerer Durchschlagskraft. Als Eisbären-Kapitän André Rankel auf der Strafbank saß, konnte Jens Baxmann die Scheibe nicht aus der Gefahrenzone klären. Adam Couchaine bedankte sich mit einem platzierten Schuss zum 2:0. In der Schlussphase erhitzten sich schließlich noch die Gemüter. So durften sich James Sharrow und Istvan Sofron nach einer Boxeinlage auf der Strafbank abkühlen. Von wegen lockere Stimmung.

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