Sport : 2:0 gegen St. Pauli – Stuttgart gelingt ein Befreiungsschlägle

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Stuttgart - In Stuttgart nennt man ein so mühsames 2:0 (1:0) wie das des VfB über den FC St. Pauli ein Befreiungsschlägle. Als Fußballfest geht der zweite Heimsieg nicht durch, aber er taugt für drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Das bisherige Schlusslicht Stuttgart klettert am neunten Spieltag von Rang 18 auf Platz 14. „Heute zählte nur der Dreier“, sagte Stuttgarts Trainer Jens Keller. „Man hat gemerkt, dass wir sehr unter Druck standen. Wir hatten etwas Glück, haben uns aber den Sieg durch unseren kämpferischen Einsatz verdient.“

Es war ein Kopfballtor von Georg Niedermeier aus der 19. Minute zum 1:0, das den VfB auf den rechten Weg brachte. Zuvor hatten die Stuttgarter eine ordentliche Portion Glück in Anspruch nehmen müssen. Dass sie wie oft in den vergangenen Wochen nur aus einer Standardsituation einen Treffer erzielen konnten, passte zum trüben Bild, das die Schwaben im Spielaufbau hinterließen. Als Entschuldigung greift allenfalls, dass der VfB vier Tage zuvor in der Europa League ein schweres Spiel gegen den FC Getafe (1:0) hatte bestreiten müssen.

Der FC St. Pauli spielte am Sonntag lange den besseren Fußball. Der Aufsteiger kombinierte geschickt und erspielte sich die besseren Chancen. Sie wurden allesamt vergeben, durch Gerald Asamoah, Finn Bartels und Matthias Lehmann. Die größte verpasste Carlos Zambrano als er nach einer halben Stunde nur die Latte traf. „Ich habe heute einen sehr guten FC St. Pauli gesehen“, sagte Trainer Holger Stanislawski.

Ja, Stuttgarts Führung zur Pause war schmeichelhaft. St. Pauli hatte weiterhin seine Möglichkeiten Zum Beispiel in der 55. Minute, als Max Kruse den Ball aufs Tor schlenzte und Serdar Tasci auf der Linie mit einer akrobatischen Einlage in letzter Sekunde retten konnte. Erst jetzt erhöhten die Stuttgarter das Tempo. Zur Belohnung traf Zdravko Kuzmanovic elf Minuten vor Schluss zum 2:0 und die Partie war entschieden. Oliver Trust

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