2:2 gegen Hannover : Die nächsten Verletzten in Hoffenheim

Hoffenheim ist weit von der Form der Hinrunde entfernt: Mühsam bringt es der Aufsteiger zu einem 2:2 gegen Hannover. Außerdem verletzen sich Jaissle und Ibertsberger schwer.

Oliver Trust[Sinsheim]
TSG 1899 Hoffenheim - Hannover 96
Die letzten Sprünge. Hoffenheims Matthias Jaissle (r.) kam mit Verdacht auf Kreuzbandriss ins Krankenhaus.Foto: dpa

Über das Ergebnis wollte Ralf Rangnick überhaupt nicht sprechen. Dabei hätte dieses wenig erfreuliche 2:2 gegen Hannover 96 genug Diskussionsstoff geliefert. Hoffenheims Verletztenliste aber wird immer länger. Als der Trainer von 1899 Hoffenheim noch um Fassung und die richtigen Worte rang, waren die Abwehrspieler Matthias Jaissle (Verdacht auf Kreuzbandriss) und Andreas Ibertsberger (Verdacht auf Innenbandabriss) schon auf dem Weg ins Krankenhaus. Beide drohen Wochen oder gar Monate auszufallen.

„Wir haben seit Weihnachten die Seuche“, stellte Rangnick verbittert fest, „vom Angriff bis in die Abwehr.“ Sechs wichtige Stammspieler sind nun bereits verletzt. „Die vier, die in der Vorrunde für Aufsehen sorgten, standen gar nicht auf dem Platz“, sagte Manager Jan Schindelmeiser und wiederholte: „Alle vier.“ Vedad Ibisevic, Chinedu Obasi, Sejad Salihovic und Demba Ba fehlen alle in der Offensive. Schwer zu verkraften sei das, befand Rangnick, Andreas Beck stufte es als „bitter“ ein. Er habe das so noch nie erlebt, sagte der Abwehrspieler.

Dass Hoffenheim nie mit einer eingespielten Mannschaft auflaufen kann, ist einer der Gründe für die zuletzt durchschnittlichen Ergebnisse. Das mühsame 2:2 gegen die Hannoveraner, die ihren zweiten Auswärtspunkt der Saison holten, hob sich da nicht ab. Dafür setzte Luiz Gustavo die Serie der Disziplinvergehen fort, als er bei einem Freistoß seinen Ellenbogen gegen die Brust von Jan Bruggink rammte, wofür Hannovers Trainer Dieter Hecking „eine klare Rote Karte“ forderte. „Wir hätten dann elf gegen zehn gespielt“, sagte Hecking.

Doch weder diese Szene noch das dritte Spiel von Timo Hildebrand für Hoffenheim, der nach Verletzungspause zurückkehrte, waren Thema nach dem Remis. Alle diskutierten über den Elfmeter, den Selim Teber in der 19. Minute zur Hoffenheimer Führung nutzte. Konstantin Rausch foulte Beck an der Torauslinie. Da Schiedsrichter Wolfgang Stark die Berührung auf der Linie wahrnahm, pfiff er. „Ich wusste es auch nicht, aber außerhalb heißt, kein Elfmeter“, sagte Hecking.

Strittig war auch, ob Hanno Balitsch beim 1:1 in der 22. Minute im Abseits gestanden hatte. Mario Eggimann gelang das 2:1 zur kurzzeitigen Führung für Hannover, doch Wellington glich kurz vor Schluss erneut aus.

Bei der aktuellen Personalsituation werden die Hoffenheimer froh sein, dass sie erst in zwei Wochen wieder ran müssen.

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