2:8 gegen Großbritannien : Deutsche Curler verspielen Halbfinale

Deutschlands Curler haben das Halbfinale verpasst. Das Team von Skip Andy Kapp unterlag am Montagabend Weltmeister Großbritannien im entscheidenden letzten Vorrundenspiel mit 2:8.

Vier Siege aus neun Vorrundenspielen waren für die Mannen vom CC Füssen nicht gut genug für einen Platz unter den besten Vier. Rekord-Weltmeister Kanada (8:0), Norwegen (6:2), Großbritannien (5:3) und die Schweiz (5:3) liegen vor dem letzten Gruppen-Spieltag am Dienstag besser als die spielfreien Deutschen (4:5) in der Tabelle.

"Es reichte einfach nicht für die Playoffs, um dabei sein zu können, müssen wir einfach konstanter sein. Es waren immer wieder Aussetzer drin", sagte Kapp, der die Fortsetzung seiner Karriere offen ließ. "Wir haben selber die Fehler gemacht", resümierte Ralph Schneider, Sportdirektor des Deutschen Curling-Verbandes. Der Olympia-Achte von 2006 hatte es nach dem 7:6-Arbeitssieg gegen China gegen die Briten mit dem schottischen Weltmeister-Skip David Murdoch selbst in der Hand, doch es ging fast alles schief.

Die Schlüsselszene des Spiels sorgte im vierten End für die Vorentscheidung. Bei einem Rückstand von 0:2 spielte Kapp seinen letzten Stein zu langsam. Statt im Haus blieb der knapp 20 Kilogramm schwere Stein vor dem Haus liegen - statt dem fest eingeplanten 1:2 hieß es 0:4. Denn so zählten zwei Steine der Briten, die zuvor auch einige Schwächen erkennen ließen. "Das war der Gau", kommentierte Schneider. Danach ließen sich die routinierten Briten den Vorsprung nicht mehr nehmen. Zwar verkürzten die Deutschen noch einmal auf 2:6, doch nach dem 2:8 im achten End gaben Kapp und Co das aussichtslose Spiel auf. "Es war eine durchwachsene Woche, von daher geht der Platz fünf bis sieben voll in Ordnung", sagte Kapp. (dpa)

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