Sport : 24:22 – Füchse besiegen Melsungen

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Berlin - Daniel Kubes brauchte exakt eine Viertelstunde, um sein Trikot dermaßen hinzurichten, dass er es wechseln musste. Der Abwehrchef von Handball-Bundesligist MT Melsungen lag damit schwer im Trend des Punktspiels seiner Mannschaft bei den Füchsen Berlin. Im Verfolgerduell zwischen dem Dritten und dem Sechsten packten beide Teams am Sonntag von der ersten Minute rigoros zu und überschritten dabei nicht selten die Grenze des Zulässigen, was wiederum eine torarme Begegnung nach sich zog. Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson hatte dennoch „ein sehr gutes Handball-Spiel“ gesehen – das die Berliner letztlich knapp mit 24:22 (12:10) für sich entschieden. „Nach der Niederlage gegen Kiel war das ein positives Signal“, sagte Sigurdsson. Auf die unterlegenen Hessen und den ersten Tabellenplatz ohne Europapokal-Berechtigung haben die Berliner nun bereits sieben Punkte Vorsprung.

Trainer Sigurdsson hatte zunächst mit der Aufstellung von Petr Stochl im Tor überrascht, die der Tscheche wiederum rechtfertigte. Bis zur 40. Minute war Stochl gemeinsam mit Melsungens Schlussmann Mikael Appelgren bester Spieler auf dem Feld – dann kam Silvio Heinevetter. In der entscheidenden Phase des Spiels brachte der deutsche Nationalkeeper die Schmeling-Halle so richtig in Wallung, mit seinen unorthodoxen, aber hochspektakulären Paraden hielt er die Füchse im Spiel. „Wenn Heine nicht so einen überragenden Tag erwischt, dann geht dieses Spiel sicher ganz anders aus“, sagte Melsungens Rechtsaußen Johannes Sellin, der bis zu seinem Wechsel im Sommer noch für die Berliner gespielt hatte. Die entscheidenden Treffer zum 23:22 und 24:22 erzielten Fabian Wiede und Pavel Horak, der neben Bartlomiej Jaszka mit vier Treffern beste Berliner Werfer an diesem Tag. Christoph Dach

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