Sport : 3:4 – Eisbären unterliegen Augsburg

Claus Vetter

Berlin - Eishockey wird mit fünf Feldspielern und einem Torwart gespielt. Wer gestern erst im zweiten Drittel des Spiels Eisbären gegen Augsburger Panther ins Sportforum kam, hätte allerdings glauben können, dass ein Torwart im Eishockey nicht nötig ist. Es ist üblich, dass ein zurückliegendes Team in der Schlussminute seinen Keeper zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nimmt. Doch Berlins Trainer Pierre Pagé nahm seinen Keeper Tomas Pöpperle schon im zweiten Abschnitt gleich zwei Mal vom Eis, um in einem 6:3-Überzahlspiel den Gegner doch noch zu beeindrucken. Denn zum Zeitpunkt der ungewöhnlich früh erfolgten Torwartrochade lagen die Berliner 0:4 zurück. Zwar brachte die 6:3-Überzahl die Berliner durch einen Treffer wieder ins Spiel, mehr aber auch nicht: Trotz Aufholjagd unterlagen sie Augsburg 3:4 (0:1, 1:3, 2:0).

Es passte zum verkorksten Spiel des Tabellenzweiten der Deutschen Eishockey-Liga, dass die Stadionuhr an der neuen Videowand vorübergehend streikte. Angesichts der guten Auftritte in jüngster Zeit verbietet sich aber zu große Kritik am gestrigen Spiel des Deutschen Meisters. Offensichtlich hatten die Eisbären den Gegner unterschätzt, und offensichtlich waren sie gestern nicht so konzentriert wie sonst. Stefan Ustorf etwa vergab nach 33 Minuten einen Penalty. Da lagen die Eisbären nach einem Treffer von Jay Henderson und zwei Toren von Scott King schon 0:3 zurück. Kurz nach Ustorfs Fehlschuss erhöhte Brendan Yarema auf 4:0 für die Panther. Wie die drei Tore zuvor fiel auch dieser Treffer der Schwaben in Überzahl. Immerhin kamen die Berliner nach dem in 6:3-Überzahl erzielten 1:4 durch Sven Felski endlich ins Spiel, zudem hatte Trainer Pagé mit seiner Maßnahme Stimmung im mit 5000 Zuschauern ausverkauften Sportforum Hohenschönhausen erzeugt.

Im letzten Drittel kämpften die Eisbären und wurden belohnt. Christoph Gawlik erzielte das 2:4, und nachdem Torwart Pöpperle noch einmal vom Eis gegangen war, fiel sogar ein dritter Berliner Treffer durch Micki Dupont. Doch besser wurde das Ergebnis für die Eisbären nicht mehr, nach fünf Siegen in Folge erlitten sie wieder eine Niederlage.

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