4:0 bei Werder Bremen : FC Bayern München: Antwort mit Toren

Der FC Bayern München siegt auch ohne Arjen Robben und Franck Ribery locker 4:0 bei Werder Bremen und lässt die Kritik der Bremer verstummen.

David Alaba sorgte mit seinem dritten Saisontor kurz vor der Halbzeitpause für die Vorentscheidung. Foto: dpa
David Alaba sorgte mit seinem dritten Saisontor kurz vor der Halbzeitpause für die Vorentscheidung.Foto: dpa

Den verbalen Auseinandersetzungen während der Woche folgte ein ungefährdeter Bayern-Sieg mit hektischer Schlussphase: Die Münchner setzten sich am Samstag bei Werder Bremen souverän mit 4:0 (2:0) durch. Der Rekordmeister baute seine Spitzenposition in der Fußball-Bundesliga auf vorerst 14 Punkte vor dem am Sonntag spielenden VfL Wolfsburg aus. Vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion schossen Thomas Müller, David Alaba und zwei Mal Robert Lewandowski die Bayern-Tore. Die Bremer warten seit 15 Spielen auf einen Sieg im Nord-Süd-Duell.       

Werder-Manager Thomas Eichin und Bayern-Sportdirektor Matthias Sammer hatten sich unter der Woche kräftig beharkt und für Stimmung gesorgt, doch auf dem Feld ging es fast eine Stunde lang weitestgehend friedlich zu. Erst in den verbleibenden 30 Minuten wurde es hektisch. Beide Fan-Lager sangen: „Ohne Schiri habt ihr keine Chance.“  Im Blickfeld stand nach Eichins Äußerungen über einen möglichen Bayern-Bonus bei den Schiedsrichtern vor allem Thorsten Kinhöfer. Der erfahrene Unparteiische aus Herne blieb ruhig und ließ noch kurz vor Spielbeginn das Tornetz vor der Westkurve ordentlich befestigen, so dass es zu knapp fünf Minuten Verzögerung kam. Anschließend leitete der 46 Jahre alte Schiedsrichter das Spiel souverän. Die Tumulte der letzten halben Stunde, als er mehrere Gelbe Karten zeigen musste, löste er gut auf.  

Der FC Bayern München übernahm schnell die Kontrolle

Im Fokus stand aufgrund der Kritik des Werder-Managers auch Pep Guardiola. Der Trainer der Bayern, der laut Eichin machen könne, was er wolle, verließ dieses Mal seine Coaching-Zone trotz der Kritik schon nach wenigen Minuten das erste Mal – und tat es danach noch häufiger. Zumindest eine Ermahnung erhielt Guardiola in der neunten Minute vom Vierten Offiziellen Frank Willenborg, weil er den Ball vor einem Einwurf für Werder mit seinen gestenreichen Anweisungen blockierte. Eigentlich hätte Guardiola relativ ruhig bleiben können. Werder kam durch einen Drehschuss von Levin Öztunali zwar zu einer frühen Chance in der ersten Minute, doch die Bayern übernahmen schnell die Spielkontrolle. Immer weiter drückten sie die Bremer in die Defensive. Werder-Keeper Raphael Wolf konnte sich mehrfach auszeichnen. Im Angriff spielten die Bayern auch ohne die angeschlagenen Franck Ribéry und Arjen Robben locker auf. Nach Müllers Führung mit einem schönen Schlenzer waren die Kräfteverhältnisse geklärt. Mit dem herrlich direkt verwandelten Freistoß von Alaba war die Partie praktisch entschieden.

Nach dem Wechsel hatten die Bayern einige Probleme, ehe Robert Lewandowski bei Kontern zweimal nach Müller-Vorlage traf. Zu einem äußerst ruhigen Pflichtspiel-Debüt kam Pepe Reina. Der spanische Keeper in Diensten der Bayern durfte erstmals für Manuel Neuer ins Tor und bekam in Bremern wenig zu tun. Neuer, der bisher in allen Bayern-Partien eingesetzt worden war, erhielt von Trainer Guardiola eine Pause. Die Werder-Offensive beschäftigte den Ersatztorwart der Bayern fast überhaupt nicht. (dpa)

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