4:1 gegen Karlsruhe : Hoffenheim - als gäbe es kein Morgen

Hoffenheim überrollt auch die badische Konkurrenz vom Karlsruher SC. Nach einem 4:1-Sieg verdrängt die TSG 1899 in der Bundesliga Leverkusen wieder von der Tabellenspitze.

Sven Goldmann[Mannheim]
TSG 1899 Hoffenheim - Karlsruher SC
Unaufhaltsam. Ibisevic trifft für Hoffenheim.Foto: ddp

Nichts Neues an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Aufsteiger TSG 1899 Hoffenheim spielt die Konkurrenz weiter in Grund und Boden. Der 4:1 (1:1)-Sieg im badischen Derby gegen den Karlsruher SC war hoch verdient und fiel eher noch zu knapp aus. Vor 26.300 Zuschauern im Mannheimer Ausweichquartier erzielte der erfolgreichste Bundesligastürmer, Vedad Ibisevic, seine Saisontore Nummer zwölf und dreizehn. Auch Chinedu Obasi traf zweimal für die Hoffenheimer, die nun schon seit drei Spieltagen auf Platz eins thronen.

Die Hoffenheimer Philosophie bringt es mit sich, dass auch weniger erfolgreiche Auftritte spektakulär anzuschauen sind. Auch am Samstag drehte der Aufsteiger nach zehn zerfahrenen Anfangsminuten auf, als würde es kein Morgen geben. Die kleinen Mittelfeldwusel Tobias Weis und Carlos Eduardo fädelten die Angriffe ein, die Stürmer Chinedu Obasi und Demba Ba trugen sie vors Tor, und dann haben sie ja immer noch den erfolgreichsten Stürmer der Liga. Vedad Ibisevic ist kein Künstler wie seine beiden Nebenleute aus Afrika, aber er weiß, wo ein Stürmer im entscheidenden Augenblick zu stehen hat. Das erste seiner beiden Tore erzielte er nach einer Viertelstunde auf schönes Zuspiel von Obasi, mit einer Selbstverständlichkeit, die schon bemerkenswert ist für einen Mann, der im vergangenen Jahr in der Zweiten Liga noch vorwiegend auf der Ersatzbank gesessen hatte.

Allein Demba Ba hätte in der furiosen ersten Halbzeit zwei, drei Tore schießen können. Mal stand Karlsruhes Torhüter Markus Miller im Weg, mal flog der Ball wenig Zentimeter am Tor vorbei, und einmal schlenzte Ba den Ball an die Latte. Der KSC ging nicht so schludrig zu Werke. Die einzige echte Torchance verwertete Sebastian Freis fünf Minuten nach der Hoffenheimer Führung zum Ausgleich.

Der Aufsteiger ließ sich davon nicht irritieren und stürmte munter weiter. Trainer Ralf Rangnick schickte auch den angeschlagenen Sejad Salihovic auf den Platz. Erst legte der den Ball in den Lauf von Ibisevic. Der leitete weiter auf Obasi, und bei dessen Schuss war auch der überragende Miller machtlos. Auch bei den folgenden Toren von Ibisevic und Obasi hatte Salihovic den Fuß im Spiel.

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