Sport : 400 000 Dollar kampflos geholt

Agassi gewinnt in Madrid und bedrängt nun Hewitt

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  Madrid (dpa). Ohne einen einzigen Ballwechsel hat Andre Agassi das Finale des TennisMastersturniers in Madrid gewonnen und seine Rekord-Titelsammlung bei den zweitwichtigsten Wettbewerben auf stattliche 15 erweitert. Der Amerikaner profitierte dabei von der Absage seines Gegners Jiri Novak. Der Tscheche hatte sich beim 6:2, 6:4 im Halbfinale gegen den Franzosen Fabrice Santoro eine Adduktorenverletzung an der Leiste zugezogen.

In Zürich verpasste Titelverteidigerin Lindsay Davenport (USA) mit der 7:6 (7:5), 6:7 (8:10), 3:6-Niederlage gegen die Lokalmatadorin Patty Schnyder ihren vierten Erfolg in der Schweiz. Das Finale von Bratislava gewann Maja Matevzic souverän mit 6:0, 6:1 gegen Iveta Benesova (Tschechien.

Agassi hat nun vier Masters-Erfolge mehr auf dem Konto als sein ewiger Rivale Pete Sampras. In diesem Jahr konnte der Mann von Steffi Graf bereits bei den Mastersturnieren in Key Biscayne und Rom triumphieren, wo Thomas Haas im Finale ohne Chance gegen ihn war. Zudem gewann Agassi 2002 die Turniere in Scottsdale und Los Angeles.

Mit seinem jüngsten Erfolg, der ihm 402 000 Dollar Preisgeld bescherte, machte der 32-Jährige das Champions Race noch spannender. Wimbledon-Sieger Lleyton Hewitt aus Australien hat mit 497 Punkten nur noch 43 Zähler Vorsprung auf Agassi, spielt allerdings in der kommenden Woche nicht. Danach folgen das Mastersturnier in Paris und der Masters Cup der besten acht in Schanghai, für den sich bisher nur Hewitt und Agassi qualifiziert haben.

Australian-Open-Finalist Novak, der vor einer Woche bereits das Finale von Wien erreicht hatte, verbesserte sich auf Rang fünf, Thomas Haas ist dagegen nur noch Zehnter. Wegen seiner Beschwerden in Ellenbogen und Schulter sowie einer Blase an der Schlaghand verzichtete der Hamburger auf seine Teilnahme in Basel. Damit bleibt Haas nur das Turnier in Paris zur Qualifikation.

Bei der Premiere in Madrid, das Stuttgart als Standort abgelöst hat, nahm Agassi am Samstag die Zuschauer für sich ein. „Das ist ein fantastisches Publikum hier. Die Zuschauer sind so leidenschaftlich und lieben unseren Sport so sehr. Dafür möchte ich ihnen auf dem Platz etwas zurückgeben“, sagte Agassi nach dem 6:4, 3:6, 6:4 im Halbfinale über den Franzosen Sebastien Grosjean, der ihm im Vorjahr bei den French Open eine schmerzliche Niederlage zugefügt hatte. Die Revanche ist geglückt. Allerdings war es kein leichtes Stück Arbeit. Doch Agassi behielt auch nach verlorenem zweiten Satz die Nerven.

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