Sport : 400-m-Lauf: Marie-José Pérec - drittschnellste Läuferin aller Zeiten

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1968 auf der Insel Guadeloupe geboren, kam die heute 32-jährige Marie-José Pérec 1985 nach Paris. Bereits drei Jahre später startete die 1,80 m große Athletin bei Olympischen Spielen für Frankreich. Damals schied sie noch im 200-m-Viertelfinale aus, doch vier Jahre später wurde die dunkelhäutige Sprinterin in Barcelona Olympiasiegerin über 400 m. Die Welt- und Europameisterin über die Stadionrunde schaffte unter US-Trainer John Smith 1996 einen olympischen Doppelsieg. In Atlanta gewann sie wie Michael Johnson (USA) über 200 und 400 m. Dies hatte vor ihr 1984 lediglich Valerie Brisco (USA) geschafft. Mit ihrer 400-m-Siegzeit von Atlanta (48,25 Sekunden) wurde Marie-José Pérec, die immer auch als Leichtathletik-Diva galt, zur drittschnellsten Läuferin aller Zeiten. Vor ihr stehen nur noch Marita Koch (Rostock/47,60) und Jarmila Kratochvilova (Tschechien/47,99). Über 200 m lief sie 1993 ihre Bestzeit von 21,99 Sekunden. Zeitweilig lief Pérec auch über 400 m Hürden und kam 1995 auf erstklassige 53,21 Sekunden. Trotzdem spielt diese Distanz ebensowenig wie die 800 m in der Zukunft für sie noch eine Rolle. Nach ihrem Doppel-Olympiasieg hatte die Französin Pech. Eine Verletzung 1997 und ein folgender Virus warfen sie drei Jahre aus der Bahn. Seit Januar ist Wolfgang Meier, der Ehemann und frühere Trainer von Marita Koch, ihr neuer Coach. In Rostock will Pérec nun die Grundlage legen, um bei Olympia ein weiteres Stück Leichtathletikgeschichte zu schreiben: die Französin will in Sydney als Erste zum dritten Mal in Folge die Goldmedaille über 400 m gewinnen. Während sie dort auf einen 200-m-Start verzichten wird, ist ihr Comeback über die kürzere Distanz für Juli avisiert. Ein 400-m-Start beim Istaf am 1. September in Berlin ist laut Pérec geplant.

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