99 Punkte für die Ewigkeit : Barça jubelt über Rekord und Meisterschaft

Mit einem routinierten 4:0 gegen Absteiger Real Valladolid besiegelte der FC Barcelona seinen zwanzigsten Meistertitel. Und stellte mit 99 Punkten einen neuen Rekord in der spanischen Liga auf.

Julia Macher

Barcelona - Als Erste fielen sich Xavi Hernandez und Pep Guardiola in die Arme. Barcelonas Mittelfeldstar, der als Ideengeber an der herausragenden Saison seines Teams erheblichen Anteil hatte, saß beim letzten Spiel verletzungsbedingt auf der Bank. Da war es ein kleiner Trost, dass er als Erster mit seinem Trainer jubeln durfte. Mit einem routinierten 4:0 gegen Absteiger Real Valladolid besiegelte der FC Barcelona seinen zwanzigsten Meistertitel. Und stellte mit 99 Punkten einen neuen Rekord in der spanischen Liga auf.

Konkurrent Real Madrid reichten selbst mehr als hundert Tore und 31 Siege nicht für mehr als einen zweiten Platz. Bau-Mogul und Real-Präsident Florentino Pérez, der 252 Millionen Euro in sein neogalaktisches Projekt gesteckt hatte, beherrschte beim 1:1 in Malaga nur mit Mühe seine Gesichtszüge: Auf seinem Handy trafen im Minutentakt Nachrichten aus dem Camp Nou ein, das seit Beginn der zweiten Hälfte in „Campeones, Campeones“-Rufen schwelgte. Guardiola aber sprach als Erstes von nicht eingelösten Erwartungen. „Wir schulden euch einen“, rief der Trainer den Fans in Anspielung auf das verpasste Champions-League-Finale im Madrider Santiago-Bernabeu-Stadion zu.

Der 39-Jährige ist der unbestrittene Architekt des Erfolgs. Wenn man ihm einen Vorwurf machen kann, dann den, dass er bei Transfers nicht das beste Händchen bewies. Weder der für 45 Millionen Euro (plus Eto’o) eingekaufte Zlatan Ibrahimovic noch Verteidiger Dimitri Tschigrinski erfüllten die Erwartungen. Vielleicht hat es Barça aber auch einfach nicht nötig, Talent zuzukaufen. Dass Real Madrid mit dem Gegenmodell erneut gescheitert ist, liegt zum geringsten Teil an Trainer Manuel Pellegrini. Trotzdem sind seine Tage in Madrid wohl gezählt. Geht es nach Reals Chefetage, soll es nun José Mourinho von Inter Mailand richten.

0 Kommentare

Neuester Kommentar