Aachen - Mönchengladbach : Karneval am Tivoli

Aufsteiger TSV Alemannia Aachen bleibt auch unter dem neuen Trainer Michael Frontzeck auf dem Erfolgsweg in der Fußball-Bundesliga.

Aachen - Der TSV gewann sein Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach mit 4:2 (2:0) und bescherte Frontzeck mit dem ersten Heimsieg einen gelungenen Einstand. Während die Alemannia den zweiten "Dreier" in Serie feierte, enttäuschte Gladbach in der Fremde einmal mehr auf der ganzen Linie. 21.300 Zuschauer füllten das Stadion bis auf den letzten Platz und bejubelten einen völlig verdienten Erfolg ihrer Elf. Für Aachen trafen Laurentiu Reghecampf (7.), Jan Schlaudraff (31., 84.) und Marius Ebbers (51.), Kahé markierte beide Tore für die Gäste (51., 90.).

Frontzeck veränderte seine Startformation im Vergleich zum 2:0-Erfolg im DFB-Pokal beim Oberligisten Chemnitzer FC auf lediglich einer Position. Reiner Plaßhenrich kehrte auf seinen Posten als zentraler Mann vor der Abwehr zurück, Matthias Lehmann fand sich dafür auf der Ersatzbank wieder. Bei den Gästen meldete sich nach dem 4:1-Sieg beim Oberligisten SV Roßbach/Wied Oliver Neuville rechtzeitig einsatzbereit und bildete mit Kahé das Sturmduo im 4-4-2-System. Außerdem ersetzte Hassan El Fakiri Bernd Thijs im defensiven Mittelfeld, und Oliver Kirch spielte an Stelle von Johannes van den Bergh.

Bereits in der 7. Spielminute sollte erstmals richtig Stimmung auf dem Tivoli aufkommen. Im Anschluss an den ersten Eckball der Alemannia sprang der Ball Nationalspieler Marcell Jansen an die Hand und Schiedsrichter Michael Weiner zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Reghecampf lief zum Strafstoß an und verwandelte sicher. In der Folgezeit stand Aachen kompakt im Raum und schaltete bei Balleroberung gekonnt auf Angriff um.

Aachen kontrolliert das Spiel

Eine Unstimmigkeit in der Hintermannschaft der ideenlosen Borussia begünstigte schließlich den nächsten Aachener Treffer. Keeper Kasey Keller und Zé Antonio behinderten sich bei einer Hereingabe Sascha Röslers gegenseitig, wovon Schlaudraff mit seinem zweiten Saisontor profitierte. Bis zum Pausenpfiff änderte sich an dem Bild nichts, Gladbach enttäuschte und Aachen kontrollierte das Geschehen.

Gladbach-Coach Jupp Heynckes reagierte zur Pause, stellte das Mittelfeld um und brachte mit Michael Delura und van den Bergh zwei frische Kräfte. Und die Maßnahmen schienen Früchte zu tragen. Nach einem Eckball von Neuville setzte sich Kahé durch und köpfte zum Anschluss ein. Aachen ließ sich aber nicht beirren und stellte den alten Abstand postwendend wieder her. Nach einer Flanke von Schlaudraff war der unbedrängte Ebbers ebenfalls per Kopf zur Stelle.

Fortan beschränkte sich Aachen vorwiegend auf das Verwalten des Vorsprungs. Gladbach erkämpfte sich zwar eine Feldüberlegenheit, hochkarätige Torchancen sprangen aber nicht dabei heraus. Für endgültige Klarheit sorgte erneut Schlaudraff, dessen Schuss sich von Zé Antonio abgefälscht über Keller hinweg ins Tor senkte. Den Schlusspunkt unter die Partie setzte Kahé mit seinem zweiten Treffer in der Nachspielzeit. (tso/ddp)

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