Aachen - Union 1:3 : Union siegt kurios gegen Aachen

Für die Berliner war es der dritte Auswärtssieg der Saison. Aachen dagegen bleibt nach der erneuten Pleite in akuter Abstiegsgefahr.

Berlins Patrick Zoundi (m) jubelt mit Berlins Chinedu Ede über seinen Treffer zum 1:3.
Berlins Patrick Zoundi (m) jubelt mit Berlins Chinedu Ede über seinen Treffer zum 1:3.Foto: dpa

Alemannia Aachen kommt nicht aus der Gefahrenzone der Tabelle heraus. Gegen Union Berlin verlor das Team von Friedhelm Funkel zum Auftakt des 26. Spieltags am Freitagabend 1:3 (1:2) und ist nun in der Zweiten Liga seit sechs Spielen sieglos. Union landete den dritten Auswärtssieg der Saison, Aachen bleibt nach der fünften Heimniederlage Sechzehnter.

Die Führung der Gäste durch Chinedu Ede (23.) hatte für Aachen Timo Achenbach ausgeglichen (28.) - zwei in ihrer Entstehung äußerst kuriose Treffer. Simon Terodde kurz vor (41.) und Patrick Zoundi Sekunden nach dem Wechsel (46.) sorgten für die Entscheidung zugunsten der Berliner.

„Wir stehen auf einem Relegationsplatz, das zehrt an jedem“, sagte Benjamin Auer. „Aber rumjammern hilft nicht, wir müssen schnellstmöglich Punkte sammeln.“ Auf dem Aachener Tivoli entwickelte sich vor 15.165 Zuschauern eine ausgeglichene erste Hälfte mit guten Chancen auf beiden Seiten.

Die beste der Anfangsphase vergab Benjamin Auer in der 11. Minute, als er aus sieben Metern an Jan Glinker scheiterte. Christopher Quiring sah kurz darauf zurecht die Gelbe Karte wegen Schwalbe, nachdem er sich im Strafraum hatte fallen lassen. Marc Pfertzels Volley-Hammer nach einer Ecke strich knapp über die Latte (22.).

Dann wurde es kurios: Ede ließ vor seinem Treffer zunächst Boy Waterman aussteigen, stolperte beim Abschluss aufs leere Tor über seine eigenen Füße, brachte den Ball dann aber doch noch über die Linie - und tunnelte dabei sogar noch Aachens Torwart. Jan Glinker wollte sich dann auch seinen Platz im Saisonrückblick sichern. Eine Bogenlampe von Timo Achenbach ließ er durch die Hände gleiten. „Ich hatte eine heiße Kartoffel in der Hand“, kommentierte der Pechvogel.

„Im Ernst: Der Ball wird immer länger, ich unterlaufe ihn und habe ihn einfach unterschätzt.“ Aachen machte das Spiel, aber auch Union blieb gefährlich. Silvio verzog noch bei einem Konter (28.), Terodde machte es dann besser.
Mit dem Rücken zum Tor nahm er den Ball an, schüttelte gekonnt die Umklammerung von Thomas Stehle ab und traf zur erneuten Führung.

Mit dem ersten Angriff der zweiten Hälfte brachte Zoundi die Vorentscheidung, als er Achenbach auf rechts versetzte und wuchtig vollendete. Aachen erholte sich nicht mehr. (dapd)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben