Sport : Ab nach Telgte

Leverkusen verliert im Ligapokal 0:1 gegen Bremen

Ingo Schmidt-Tychsen

Düsseldorf - Thomas Schaaf und Klaus Augenthaler haben derzeit eines gemeinsam. Die Trainer von Werder Bremen und Bayer Leverkusen haben noch keine genauen Erkenntnisse, wie stark ihre Abwehrreihen wirklich sind. Werder hat nach Mladen Krstajic nun auch Valerien Ismael verloren, Augenthaler muss ohne den Argentinier Placente planen.

In den ersten Testspielen hatten beide Mannschaften eher schwache Ergebnisse erzielt. Das Ligapokal-Viertelfinale gestern in Düsseldorf war ein erster ernsthafterer Test. Vor 15 000 Zuschauern siegten die Bremer durch ein Tor von Ivan Klasnic 1:0 (1:0). Werder trifft nun im Halbfinale am Mittwoch auf Schalke 04, Bayer Leverkusen muss mit einem Testspiel gegen Lok Sofia in Telgte vorlieb nehmen.

Werder spielte in der Abwehr mit einer Viererkette mit Andreasen und Pasanen innen sowie Davala und Schulz außen. Im Tor hatte Schaaf diesmal Andreas Reinke aufgestellt. Gegen Schalke wird dann Tim Wiese im Tor stehen. Reinke habe ein gutes Spiel gemacht, sagte Schaaf. „Nun ist am Mittwoch Tim Wiese gefordert.“ Augenthaler spielte dagegen erstmals mit einer Dreierkette. Zwischen den jungen Madouni und Callsen-Bracker hatte Leverkusens Trainer den erfahrenen Carsten Ramelow platziert. Doch was Augenthaler vor allem in der ersten Halbzeit zu sehen bekam, dürfte ihm nicht gefallen haben.

Bremen war die gefährlichere Mannschaft, auch weil es in Leverkusens Defensive sehr ungeordnet zuging. Miroslav Klose traf zunächst noch den Pfosten, wenig später machte es Ivan Klasnic besser. Der Stürmer profitierte beim 1:0 von einem Moment der Orientierungslosigkeit bei Ramelow, von dessen Hacke ihm der Ball vor die Füße sprang.

In der zweiten Halbzeit fiel das Unterhaltungsniveau ab. Nur in der Nachspielzeit wurde es noch einmal spannend. Christian Schulz hatte Barnetta im Strafraum gefoult, doch Leverkusens Jörg Butt setzte den Elfmeter neben das Tor. „In der zweiten Halbzeit haben wir offensiver gespielt“, sagte Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler, „dadurch wurde die Abwehr etwas entlastet.“

Thomas Schaaf war mit seiner Mannschaft „sehr zufrieden“. „Für diese Phase der Vorbereitung war das ein gutes Spiel.“ Viele Erkenntnisse darüber, ob seine Abwehr auch ohne weitere Verstärkung den kommenden Aufgaben gewachsen sein wird, hat das gestrige Spiel nicht gebracht. Dafür war Leverkusen einfach zu harmlos.

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