Sport : Absteiger im Abstiegskampf

In Cottbus steigt am Sonnabend das Heimpiel gegen

Sebastian Helbig (24) spielt seit 1998 für den Fußball-Bundesligisten Energie Cottbus. Im Sommer wechselt der Stürmer zum 1. FC Köln.

In Cottbus steigt am Sonnabend das Heimpiel gegen St. Pauli. Herr Helbig, sind Sie froh, dass Sie schon alles hinter sich haben?

Wieso? Wir haben gegen St. Pauli noch eine Rechnung offen ...

schon klar, Herr Helbig.

Warum fragen Sie dann?

Sie sind doch schon abgestiegen. Im Sommer wechseln Sie zum 1. FC Köln.

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Sehr witzig. Ich habe mir diese Geschichte auch anders vorgestellt. Sportlich ist der Wechsel nach Köln absolut scheiße. Aber als ich dort im Januar unterschrieben habe, war die Situation eine ganz andere.

War der Tabellenstand des 1. FC Köln etwa schon einmal besser?

Im Januar stand Köln auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Und an das Tabellenende gehören die Kölner eh nicht. Sie haben sehr erfahrene Spieler. Den Cichone zum Beispiel. Oder den Lottner. Köln hätte locker das Potenzial für einen Platz im Mittelfeld.

Der 1. FC Köln ist Tabellenletzter und wird in die Zweite Bundesliga absteigen. Cottbus dagegen steckt noch mitten im Abstiegskampf.

Denken Sie etwa, ich habe Lust, dass auch noch Cottbus absteigt? Ich habe dreieinhalb Jahre bei Energie gespielt. Ich bin mit der Mannschaft in die Bundesliga aufgestiegen, habe im vergangenen Jahr den Klassenerhalt geschafft. So etwas geht nicht spurlos an mir vorbei. Ich hänge an diesem Verein. Ich werde bis zum letzten Tag für Cottbus gegen den Abstieg kämpfen.

Bis zum letzten Tag? Unglücklicherweise kommt da der 1. FC Köln nach Cottbus.

Das wird ein sehr schwieriges Spiel für mich. Aber bis dahin bin ich mit den Gedanken in Cottbus. Glauben Sie mir.

In Köln wird man Sie übrigens nicht gerade begeistert empfangen.

Warum? Weil ich vor einigen Jahren bei Bayer Leverkusen gespielt habe? Aber doch nur bei den Amateuren.

Sie könnten sich ja einen Geißbock auf die Schulter tätowieren lassen.

Das ist schlecht möglich. Da habe ich bereits einen Teufel.

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