Abstiegskampf : Neue Ratlosigkeit in Cottbus

Energies Trainerwechsel bringt keinen Erfolg. Nach der nächsten Niederlage machen sich bei Energie Cottbus erste Anzeichen von Resignation bemerkbar.

Karsten Doneck

Cottbus -  „Es ist das Gleiche wie vorher“, beurteilte Energies Trainer Bojan Prasnikar nach dem 0:2 gegen Werder Bremen die Lage. Nach der Abberufung von Petrik Sander holte Energie mit dem neuen Coach Prasnikar sechs Zähler in sechs Spielen. Damit bleibt Energie Tabellenletzter und sieht nach nicht einmal der Hälfte der Saison dem Abstieg entgegen.

Ein wenig krampfhaft wirkt es da schon, wenn der Slowene nach Fortschritten bei seinem Team sucht. „Hinten stehen wir einigermaßen sicher. Und wir haben ein paar super Aktionen über die rechte Seite gehabt“, sagte Prasnikar nach dem Spiel. Die Schwächen im Abschluss und beim Zusammenspiel hat er aber auch festgestellt. Der Trainerwechsel hat die erhoffte Wirkung offensichtlich verfehlt. Präsident Ulrich Lepsch und Manager Steffen Heidrich geraten dadurch in Kritik. Sie hatten den Trainerwechsel gegen viele Widerstände durchgesetzt und versuchen jetzt zu retten, was vielleicht gar nicht mehr zu retten ist. Heidrich ist derzeit viel unterwegs, um Verstärkungen ausfindig zu machen.

„Wir brauchen Stürmer“, fordert Prasnikar – und versuchte es gegen Bremen mit Francis Kioyo, der unter ihm schon abgemeldet war und dem Team auch nicht weiterhelfen konnte. In seiner Not flüchtet sich Prasnikar in Allgemeinplätze. „Wir müssen weiter hart arbeiten“, sagt er. Und: „Wir brauchen mal eine Erfolgsserie.“

Zeit genug hat er dafür. Sein Vertrag läuft bis 2009, und „ist auch für die Zweite Liga gültig“, wie Heidrich betont. Eine vorzeitige Entlassung braucht Prasnikar also nicht zu fürchten. Denn das würde Zweifel wecken an der Kompetenz von Lepsch und Heidrich. Und damit mehr auslösen als nur ein Donnergrollen in Cottbus. Dann doch lieber absteigen? Karsten Doneck

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