Sport : Abzüge in der B-Note

Johannes Ehrmann

Edin Dzeko hat noch einen langen Weg vor sich. Läppische 116 000 Euro pro Woche soll der Stürmer von seinem neuen Klub Manchester City überwiesen bekommen. Ein 35-Jähriger sticht ihn da locker aus. Mit gut 140 000 Euro wöchentlich will Tottenham Hotspur jetzt David Beckham entlohnen. Gesetzt den Fall, dass der Winter-Aktivurlaub des Wahl-Amerikaners in der Heimat von seinem Brotgeber LA Galaxy genehmigt wird. Dzeko ist mit 24 im besten Fußballeralter, doch es mangelt ihm an Essentiellem: dem Glamour-Faktor. Hier, quasi in der B-Note (B wie Beckham), muss der stille Bosnier, der meist ein bisschen traurig dreinblickt, die entscheidenden Abzüge hinnehmen.

Vielleicht sollte sich Dzeko vermehrt in der britischen Girlband-Szene herumtreiben – oder auch mal öffentlichkeitswirksam die Unterwäsche seiner Freundin anprobieren. Beides ist – wie Beckham bewiesen hat – nur förderlich für das eigene Salär. Wenn es Dzeko dann eines Tages schafft, dass sein achtjähriger Sohn von einem großen Modemagazin zu einem der 50 „bestangezogenen Männer“ des Landes gewählt wird, dann ist er endlich angekommen – in der Liga der außergewöhnlich gut bezahlten Gentlemen.

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