Sport : Aerts und Ebert geben ihr Comeback bei Herthas 2:1-Testspielsieg gegen Lüttich

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Portimao - 55 Minuten lang hat Maikel Aerts gestikuliert und geschrieen, vor allem seine Lieblingsvokabel „Druck!“, gern auch fünf-, sechsmal hintereinander. Dann war Schluss für den Holländer im ersten Test nach genau zehn Wochen Matchpause. Es war ein Mut machendes Comeback. Der Torhüter von Hertha BSC blieb im Testspiel zum Abschluss des Trainingslagers in Portimao gegen Standard Lüttich fehlerfrei. Das Gegentor beim 2:1-Sieg des Berliner Zweitligisten gegen den Sechsten der ersten belgischen Liga kassierte der für Aerts eingewechselte Sascha Burchert.

„Kein Problem, das Knie hält, ich fühle mich gut“, sagte Aerts, und natürlich hätte er auch durchspielen können, aber es gab da eine kleine Kommunikationspanne, in deren Folge sich Burchert am Spielfeldrand warm gemacht hatte und eben auch noch mal reindurfte. „Das war mein Fehler“, erzählte Trainer Markus Babbel, was Aerts zu der sarkastischen Bemerkung inspirierte, dass „eine Stunde ja auch genug ist für einen 34-Jährigen“. Seinem Einsatz in acht Tagen beim Rückrundenauftakt in Oberhausen dürfte nichts im Wege stehen.

Es war ein Spiel der Premieren und Comebacks. Auch Patrick Ebert durfte ein halbes Jahr nach seinem Kreuzbandriss zum ersten Mal wieder mitspielen. Gleich fünf Minuten nach der zehn Leute umfassenden Masseneinwechslung (neun Feldspieler plus Burchert) schlug er einen Freistoß auf den Kopf des Österreichers Daniel Beichler, der sich mit seinem ersten Tor nach langer Verletzungspause bedankte. Beichler, nach Kritik an Trainer Babbel zwischenzeitlich aus dem Kader gestrichen, bereitete dann auch noch das 2:0 von Pierre-Michel Lasogga in der 74. Minute vor. „Glückwunsch an Ebert für sein lauf- und spielfreudiges Comeback“, sagte Babbel, „auch für Beichler freut es mich, das wird seinem Selbstbewusstsein gut tun.“ Den Anschluss für Standard erzielte Witsel zehn Minuten vor Schluss. Sven Goldmann

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