Sport : Alba Berlin in Guildford unter Druck

Berlin - Luka Pavicevic hat einen interessanten Blick auf das heutige Uleb-CupSpiel von Alba Berlin bei Guildford Heat (England). „Es ist ein Privileg, ein Spiel zu bestreiten, in dem es um etwas geht“, sagt der Trainer. Ein Sieg ist für den Bundesliga-Tabellenführer Pflicht, um die Chance auf den Einzug in die nächste Runde zu wahren. Dazu sind vermutlich noch zwei Siege aus den verbleibenden drei Spielen notwendig. Weil Turk Telekom Ankara und Bosna Sarajevo deutlich stärker sind als der im Uleb-Cup sieglose Tabellenletzte aus Guildford, der die nächste Runde längst verpasst hat, kann Alba Berlin sich eine Niederlage dort nicht leisten. Wäre die Vorrunde jetzt schon vorbei, wäre Alba, der Tabellenvierte der Gruppe A, ausgeschieden. Die drei Gruppenersten und fünf der neun Vierten kommen weiter, 32 Teams insgesamt. Alba liegt auf Rang 35.

Dass die Mannschaft so unter Druck steht, hat sie sich selbst zuzuschreiben. Beim 51:71 in Siauliai kurz vor Weihnachten verloren die Berliner auch den direkten Vergleich gegen die punktgleichen Litauer, trotz eines Sieges mit 15 Zählern Unterschied im Hinspiel. Deshalb wird es schwer, Siauliai noch vom dritten Rang zu verdrängen. Damit Platz vier zum Weiterkommen reicht, müssen sich die Alba-Profis freilich gegenüber dem Auftritt am Sonnabend gegen Ludwigsburg (90:87) verbessern, in dem sie besonders beim Rebound Schwächen offenbarten.

Seit Albas 81:63 im Hinspiel gegen Guildford haben sich beide Teams verstärkt: Alba hat Slavko Stefanovic verpflichtet, der allerdings wegen Visaproblemen nicht mit nach Großbritannien reisen konnte. Die Engländer holten drei neue Profis. Der Wichtigste von ihnen ist Spielmacher E. J. Harrison, der den Platz des bei einem Autounfall schwer verletzten Brian Dux einnimmt. ru

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