Alba Berlin - Mitteldeutscher BC 86:73 : Sieg der tieferen Besetzung

Alba Berlin gewinnt aufgrund der größeren Tiefe im Kader gegen den Mitteldeutschen BC mit 86:73 (45:33) - doch Trainer Sasa Obradovic verlangt noch einen weiteren Spieler, um besser rotieren zu können.

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Kräftezehrend: Akeem Vargas (r.) und seine Mannschaft von Alba Berlin konnten sich nur mit großem Aufwand gegen den MBC durchsetzen. Foto: imago
Kräftezehrend: Akeem Vargas (r.) und seine Mannschaft von Alba Berlin konnten sich nur mit großem Aufwand gegen den MBC...Foto: imago

31 Spielminuten lang saß Alba Berlins Geschäftsführer Marco Baldi buddhagleich auf seinem Platz am Spielfeldrand vor Block 213, doch plötzlich war es vorbei mit seiner Ruhe. Ein seltsamer Pfiff gegen Albas Reggie Redding ließ ihn vom Platz aufspringen und die Schiedsrichter anbrüllen. Der Spielstand dürfte seine Aufregung noch befeuert haben, denn kurz zuvor hatte sich der Mitteldeutsche BC seinem Team wieder bis auf vier Punkte genähert. Am Ende aber gab beim mühsamen 86:73 (45:33)-Erfolg im Bundesligaspiel vor 11.075 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof die tiefere Besetzung und höhere individuelle Qualität der Berliner den Ausschlag. „Es war ein schweres Spiel“, sagte Trainer Sasa Obradovic, „wir brauchen noch Zeit, uns an unsere Systeme zu gewöhnen.“
Die Gäste vom Mitteldeutschen BC waren nur mit zehn Spielern angetreten und mussten im letzten Viertel ihrer kräftezehrenden, engagierten und manchmal überengagierten Spielweise Tribut zollen. Martins Meiers, Djordje Pantelic und Michael Cuffee mussten mit je fünf Fouls auf die Bank, Topscorer Angelo Caloiaro (21 Punkte) musste fast durchspielen. Die Berliner, bei denen Clifford Hammonds und Reggie Redding mit 16 Punkten am besten trafen, wechselten in der zerfahrenen Partie durch, konnten sich aber nie mit mehr als 14 Punkten absetzen. „Unsere Offense war wie blockiert“, fand Trainer Sasa Obradovic.

Unter den Körben gewann Alba Berlin das Reboundduell (36:28), obwohl der Klub erstmals auf den für mindestens einen Monat verletzten Power Forward Leon Radosevic verzichten musste. Eine Situation, die Trainer Obradovic so schnell wie möglich verbessern will. „Es ist offensichtlich, dass ein Spieler in der Rotation fehlt“, sagt der Coach, „wir brauchen mehr Kontinuität.“ Deshalb sucht Obradovic nach einem neuen Spieler auf der Power Forward- und Centerposition. Und seine Geduld ist begrenzt. „Wann er kommen soll?, fragt Obradovic, „am besten morgen.“

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