Sport : Alba Berlin siegt im Duell der ersatzgeschwächten Teams 89:85 in Paderborn

Jochem Schulze

Paderborn - Dass bei Alba Berlin wichtige Spieler fehlen würden, war klar: Patrick Femerling und Aleksandar Rasic fielen beim Tabellenführer der Basketball-Bundesliga gegen den Vierzehnten Paderborn verletzt aus. Aber auch die Gastgeber mussten am Sonntag mit Tim Black kurzfristig auf ihren Besten verzichten. Der Topscorer der Liga konnte seinem Team wegen einer Magen- Darm-Grippe gegen Alba nicht helfen. Auch ohne Black hielt Paderborn lange mit, am Ende setzte sich Alba vor 3014 Zuschauern in ausverkaufter Halle doch noch 89:85 durch. „Wir sind unserem Ziel, vor den Play-offs auf Platz eins zu stehen, wieder ein Stück näher gekommen“, sagte Albas Trainer Luka Pavicevic erleichtert. Da auch die Verfolger Leverkusen und Quakenbrück gewannen, konnte sich Alba in der Tabelle allerdings nicht weiter absetzen.

In einem von vielen Fouls geprägten Spiel wechselten sich Bobby Brown und Julius Jenkins im Aufbau bei den Berlinern ab, in der Startformation sollte Mladen Pantic Kapitän Femerling ersetzen. Aber schon nach etwas mehr als vier Minuten beendete Pavicevic dieses Experiment. Pantic musste auf die Bank, in der zweiten Hälfte kam er nur noch weitere anderthalb Minuten zum Einsatz. Albas Schwäche unter den Körben nutzte Paderborns Center Greg Jenkins immer wieder geschickt aus, mit 25 Punkten und neun Rebounds war er bester Werfer des Spiels. Aleksandar Nadjfeji (20 Punkte) und Immanuel McElroy (15) gelang es dann mit hoher Trefferquote doch, Femerlings Fehlen mit vereinten Kräften zu kompensieren. Schon ihr altes Team Köln 99ers hatten die beiden in der Hinrunde in Paderborn zum Sieg geführt.

Vier Minuten vor dem Ende lagen die Berliner noch 65:70 zurück. Mit Nadjfeji auf dem Feld machte Alba dann zwölf Punkte hintereinander und zog auf 77:70 davon. Pavicevic holte den Serben auf die Bank – schon waren die Gastgeber nach sechs schnellen Punkten wieder auf einen Zähler dran. Erst Julius Jenkins und Dijon Thompson brachen in den Schlussminuten mit je einem Dreier und zwei verwandelten Freiwürfen Paderborns Widerstand endgültig. „Nach dem Ausfall von Tim Black sind wir alle ein Stück zusammengerückt, jeder musste ein paar Prozent mehr geben“, sagte Paderborns Aufbauspieler Malik Moore. „Leider hat es nicht ganz gereicht.“Jochem Schulze

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