Sport : Alba gewinnt erste Trophäe – als Vorbereitung auf die Saison

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Berlin Die Saison hat noch gar nicht begonnen, da durfte Alba Berlins Spielführer Matej Mamic schon die erste Trophäe entgegennehmen. Die 5053 Zuschauer in der Max-Schmeling Halle feierten Spielmacher Hollis Price bei seiner Auswechslung kurz vor Spielende sogar mit Standing Ovations – und das bei einem Vorbereitungsspiel. Durch ein 91:78 gegen den Litauischen Meister Zalgiris Kaunas gewann der Berliner Basketball-Bundesligist sein eigenes Turnier, die Berlin Basketball Trophy.

Zuvor hatte Alba auch Bayer Leverkusen (92:80) und den Polnischen Meister Prokom Trefl Sopot (91:90) geschlagen. Sopot wurde schließlich Dritter nach einem einem 98:91 über Leverkusen. „Wenn wir eine große Trophäe gewinnen wollen, müssen wir mit einer kleinen anfangen“, sagte Mamic in Anspielung auf die Meisterambitionen seines Teams, das am Freitag mit einem Heimspiel gegen die Artland Dragons aus Quakenbrück in die Saison startet. Erst dann wird sich zeigen, was der Turniersieg wert war und wo die Mannschaft wirklich steht.

Trainer Henrik Rödl beeilte sich auch, „die Euphorie zu drücken, die Saison ist lang. Aber die Mannschaft hat gezeigt, dass Potenzial in ihr steckt“. Er war zufrieden, dass das Team gestern von Anfang bis Ende konzentriert spielte – im Gegensatz zum Samstag, als Alba gegen Sopot schon mit 20 Punkten zurückgelegen hatte und das Spiel erst mit einem begeisternden letzten Viertel kippen konnte. „Die Lehre aus diesem Turnier ist, dass wir aggressiv und emotional bleiben müssen“, sagte Rödl, der seine Anfangsformation gefunden hat. Dazu gehören neben den altbewährten Kräften Mamic und Jovo Stanojevic auch drei Neuzugänge: Spielmacher Hollis Price, der starke Distanzschütze Mike Penberthy sowie Quadre Lollis, gestern bester Rebounder des Spiels (9 Rebounds).

Wegen der Europameisterschaft ist die Mannschaft erst seit knapp zwei Wochen komplett, die Abstimmung stimmt teilweise noch nicht, „aber wir werden von Tag zu Tag besser“, sagt Jovo Stanojevic. Sollte das auch für ihn gelten, dürften die Gegner wenig Chancen haben. Der serbische Center war Albas Konstante und in allen Spielen mit jeweils über 20 Punkten der beste Werfer auf dem Feld. Doch auch bei Distanzwürfen überzeugte seine Mannschaft an allen drei Tagen. Gestern verwandelten die Berliner 11 von 24 Dreipunktewüfen, vier davon erzielte Mike Penberthy. Er ist noch nicht in Bestform, aber dann zur Stelle, wenn es darauf ankommt. „Wenn er konzentriert bleibt, kann er das eine oder andere Spiel entscheiden“, sagt Rödl.

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