Alba im Europacup : Nicht strapaziös – aber schwer

Sportlich hätte es kaum schwerer kommen können, organisatorisch gesehen hatte Alba Berlin am Dienstagabend aber Glück. Alba erwartet eine harte Eurocup-Zwischenrunde.

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Pavicevic
Albas Trainer Luka Pavicevic freut sich auf die starken Gegner. -Foto: Kai-Uwe Heinrich

Berlin - Kurz nach der Schlusssirene des sportlich bedeutungslosen, aber für das Publikum spannend anzusehenden 82:78 (37:43)-Sieges gegen Mariupol, verkündete der Hallensprecher in der Arena am Ostbahnhof, auf welche Teams die Berliner in der Zwischenrunde des Eurocups treffen werden. Alba hatten strapaziöse Reisen zu Unics Kasan nach Tatarstan, zu Triumph Ljuberzy in die Nähe von Moskau und nach Jerusalem gedroht. Nun durften sich die Berliner über vergleichsweise bequeme Trips nach Le Mans – wo Alba am ersten Spieltag am 26. Januar antreten wird – Thessaloniki und Badalona freuen. „Das ist wie eine Europaligagruppe, nur dass die ganz Großen wie Panathinaikos oder Barcelona fehlen“, sagte Albas Trainer Luka Pavicevic. „Ich freue mich für Berlin und für unsere Fans, dass wir Teil eines so hart umkämpften Wettbewerbs sein werden.“ Die Teams der Vierergruppe treffen in Hin- und Rückspielen aufeinander, die beiden erstplatzierten ziehen ins Viertelfinale ein.

Albas Gegner der nächsten Wochen waren in den vergangenen Jahren oft in der Europaliga zu finden. In dieser Saison scheiterte der zehnmalige Griechische Meister Aris Saloniki ebenso in der ersten Qualifikationsrunde zur höchsten europäischen Spielklasse wie der französische Pokalsieger Le Mans, den die Berliner selbst im September in den Eurocup beförderten. Auch der spanische Traditionsklub Joventut Badalona hat mit Alba noch eine Rechnung offen: Im vergangenen Jahr verloren die Katalanen in der Europaliga 75:79 vor eigenem Publikum gegen die Berliner in deren wohl bestem Saisonspiel – und verpassten so die zweite Runde.

Luka Pavicevic wollte nach dem Sieg gegen Mariupol keinen der drei Gegner besonders herausheben – der Serbe findet alle drei gleich gefährlich. In Le Mans lag Alba in der Europaliga-Qualifikation 0:15 zurück, ehe sich die Berliner noch zu einer knappen Niederlage und einem deutlichen Sieg im Rückspiel der Qualifikationsrunde kämpften. „Aris ist diese Saison langsam gestartet, stellt aber eines der stärksten Teams in Europa dar“, sagte Pavicevic über den momentanen Tabellensechsten der griechischen Liga. „Und Badalona ist das fünftbeste Team in Spanien, eines der absoluten Topteams in der starken spanischen Liga.“

Die Strategie zum Einzug ins Viertelfinale beschreibt Pavicevic als „ sehr einfach, aber auch sehr schwer“: Da die Gruppenphase nur aus sechs Spielen besteht, müsse seine Mannschaft alle drei Heimspiele gewinnen und mindestens einen Auswärtssieg holen. „Ansonsten kommt es schnell dazu, dass ein direkter Vergleich entscheidet“, sagte Pavicevic. „Das ist immer gefährlich.“

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