Sport : Alba in der Rolle des Verfolgers

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Berlin Das Selbstbewusstsein hat nicht gelitten bei Alba Berlin, obwohl die letzte Saison unbefriedigend verlief. Die Basketballer, zuvor sieben Mal in Folge Deutscher Meister, scheiterten im Halbfinale und verspielten die Qualifikation für die Europaliga. Auch weil die Mannschaft sich oft nicht als solche präsentierte, sondern als Ansammlung von Egoisten. Am Freitag beginnt mit dem Spiel gegen die EWE Baskets Oldenburg (19.30 Uhr, Max-Schmeling-Halle) die neue Bundesligasaison und Vizepräsident Marco Baldi sagt: „Wir sind zwar in der ungewohnten Rolle des Verfolgers, aber das hält uns nicht davon ab, uns hohe Ziele zu stellen. Wir betreiben kein Understatement, wir wollen Deutscher Meister werden". Auch für Trainer Emir Mutapcic ist klar, dass „wir die Meisterschaft zurückholen wollen".

Die Saisonvorbereitung hat die Verantwortlichen in ihren Zielen bestärkt. Von den letzten sechs Testspielen gewann Alba fünf, allesamt gegen starke Gegner wie Bonn, Köln und Istanbul, nur die Partie gegen den Europaliga-Sieger Maccabi Tel Aviv ging verloren. Von sechs Spielern, darunter drei Über-Dreißigjährigen, hat sich Alba nach der vergangenen Spielzeit getrennt, der 35-jährige Henrik Rödl kümmert sich künftig als Kotrainer gemeinsam mit Mutapcic um die Mannschaft. Sechs neue, jüngere Basketballer wurden verpflichtet - Gerald Brown, Michael Wright, Tanel Tein, Matej Mamic, Martynas Mazeika und Justin Brown. „Wir haben viele erfahrene Spieler verloren, sind aber athletischer geworden", sagt Mutapcic, „mehr Intensität in der Verteidigung muss die mangelnde Erfahrung kompensieren." In der Vorbereitung funktionierte das gut, und Baldi sah auch etwas, was das letztjährige Team oft vermissen ließ – „Leidenschaft“. ru

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