Sport : Alba muss nachsitzen

Berlins Basketballer feiern zweiten Sieg im Eurocup.

Berlin - Sasa Obradovic hatte am Mittwochabend des Öfteren Grund zum Verzweifeln. Zu leichtfertig hatte seine Mannschaft eine komfortable Führung zu Beginn des Spiels und einen eigentlich ausreichenden Vorsprung kurz vor Ende der Begegnung nicht über die Zeit bringen können. Der Trainer von Alba Berlin stapfte wütend umher und schnaubte. Allein die anschließend souverän heruntergespielte Verlängerung dürfte den Blutdruck des Serben zumindest etwas gesenkt haben. Am Ende gewannen Berlins Basketballer die umkämpfte Eurocup-Partie bei Radnicki Kragujevaczu mit 85:75 (71:71; 34:40) und damit ihr elftes Pflichtspiel in Folge.

Durch den wichtigen Auswärtserfolg im zweiten Zwischenrunden-Spiel befinden sich die Berliner damit in einer guten Ausgangslage, um das Achtelfinale zu erreichen. Clifford Hammonds mit 21 und Vojdan Stojanovski mit 14 Punkten waren Albas beste Werfer, bei den Serben traf der ehemalige Berliner Marko Marinovic (15) am häufigsten.

Ihren guten Start verspielten die Berliner vor 3150 Zuschauern im zweiten Viertel. Nach einem 10:1-Lauf der Serben ging Alba mit einem unnötigen 34:40-Rückstand in die Halbzeit. Nach der vermeintlichen Standpauke von Obradovic kamen die Gäste aggressiver aus der Pause und konnten bis zum Ende des dritten Durchgangs zumindest ausgleichen (51:51). Doch zwei Minuten vor Spielende, als die Berliner schon wie die sicheren Sieger aussahen (68:62), folgte der nächste Blackout und Kragujevaczu rettete sich in die Verlängerung (71:71).

Sasa Obradovic starrte zu Boden. Seine Spieler mussten nun selbst wissen, was der Trainer von ihnen verlangte. Mit einem 10-Punkte-Lauf brachten sie schließlich auch zu Ende, was sie zuvor beinahe leichtfertig verspielt hätten. Tsp/dpa

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