Alba verliert auch in der Bundesliga : Für Obradovic geht es "immer weiter"

Schwarze Woche für Alba: Nach der Europapokal-Pleite erwischt es die Berliner auch in der Bundesliga - erstmals in dieser Saison. Wie geht es nach dem 76:79 in Oldenburg weiter?

Wohin geht's denn nun? Albas Trainer Sasa Obradovic.
Wohin geht's denn nun? Albas Trainer Sasa Obradovic.Foto: dpa/Stache

Jetzt hat es auch Alba Berlin erwischt. Nach zuvor acht Bundesliga-Siegen in Serie musste sich der bis dato noch ungeschlagene Tabellenführer am Samstag den Baskets Oldenburg mit 76:79 geschlagen geben. Eine Woche nach dem begeisternden Erfolg gegen Bayern München taten sich die Berliner von Beginn an schwer und hatten den entfesselt aufspielenden Niedersachsen in der spannenden Schlussphase nichts mehr entgegenzusetzen.

Albas Trainer Sasa Obradovic stauchte seine Spieler während der Partie mehrmals lautstark zusammen. Als die erste Niederlage der Saison aber feststand, war der Berliner Trainer ganz ruhig. „Die erste Niederlage in der Bundesliga wird uns nicht zurückwerfen“, sagte Obradovic, der mit seinem Team am Dienstag bereits im Eurocup gegen Ludwigsburg verloren hatte. „Wir werden uns ab morgen auf das nächste Spiel konzentrieren. Es geht immer weiter.“
Ausschlaggebend für den kleinen Rückschlag des Spitzenreiters war die schwache Wurfquote der Gäste. Gerade einmal 40,9 Prozent der Versuche aus dem Feld fanden ihren Weg in den Korb - zu wenig, um die starken Oldenburger zu schlagen. „Wir haben unsere freien Würfe nicht getroffen. Ich denke, das war am Ende entscheidend“, sagte Berlins Nationalspieler Alex King. „Und sie haben am Ende die Eier gehabt, ihre Freiwürfe zu verwandeln.“

Matchwinner für den Pokalsieger war Routinier Rickey Paulding, der sein Team kurz vor Schluss mit 75:72 in Führung brachte. Als der Sieg gegen den Titelkandidaten feststand, lief der 33-Jährige direkt zu seinem Sohn und hob ihn in die Höhe. Wenig später begab er sich mit seiner kleinen Tochter auf dem Arm auf die Ehrenrunde durch die mit 6000 Zuschauer ausverkaufte Arena und genoss die Ovationen.
„Das war sicher einer der schönste Siege“, sagte Paulding. „Entscheidend war, dass wir als Team aufgetreten sind.“ Für die Baskets war es der vierte Erfolg in Serie, langsam findet das Team von Trainer Mladen Drijencic immer besser zusammen. „Wir wollen unseren Weg nun weitergehen“, sagte der Oldenburger Trainer nach dem siebten Saisonsieg.

Durch die Alba-Niederlage rückt die Spitzengruppe in der Bundesliga immer enger zusammen. Das Überraschungsteam der Baskets Würzburg konnte den Berliner Ausrutscher nutzen und hat nach dem 97:95 bei den Walter Tigers Tübingen ebenfalls nur zwei Minuspunkte auf dem Konto. Große Erleichterung herrschte bei Ulm. Die Schwaben stoppten ihre Talfahrt mit einem 95:67 gegen die BG Göttingen. (dpa)

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