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Alba Berlin : Alba Berlin besiegt Quakenbrück mit 94:70

19.02.2012 00:00 Uhrvon
Die Alba-Mannschaft um Coach Gordon Herbert agierte sehr aufmerksam gegen Quakenbrück - auch in den Spielpausen. Foto: dpaBild vergrößern
Die Alba-Mannschaft um Coach Gordon Herbert agierte sehr aufmerksam gegen Quakenbrück - auch in den Spielpausen. - Foto: dpa

Alba Berlins Basketballer beweisen beim 94:70-Sieg gegen den Tabellendritten aus Quakenbrück, dass sie immer noch zu großem Kampf und mindestens genauso großer Spielfreude fähig sind.

Gordon Herbert bläut es seinen Spielern immer wieder ein. „In jeder Mannschaftsportart kommt es auf zwei Dinge an“, pflegt Alba Berlins Trainer seinen Basketballern zu sagen, „du musst Einsatz zeigen und zusammenspielen.“ Zuletzt hatten Herberts Spieler diese beiden grundlegenden Tugenden etwas schleifen lassen, am Samstagabend allerdings bewiesen sie, dass sie immer noch zu großem Kampf und mindestens genauso großer Spielfreude fähig sind. Im äußerst wichtigen Spiel gegen den Tabellendritten, die Artland Dragons aus Quakenbrück, gewann Herberts Team in der Arena am Ostbahnhof 94:70 (46:34). Durch den Sieg zogen die Viertplatzierten Berliner zwar nicht an Quakenbrück vorbei, hielten aber Anschluss an die Tabellenspitze.

Zudem kann der gewonnene direkte Vergleich mit Artland nach der 89:97-Niederlage im Hinspiel noch wichtig werden, wenn es um die beste Ausgangslage vor den Play-offs geht.

Von Beginn an wurde schnell klar, dass sich die Berliner nach dem Pokal-Aus gegen Braunschweig vor allem mit Kampf aus der Krise befreien wollten. Herberts Spieler gaben keinen Ball verloren, rangelten um jede Position und jeden Rebound. Dabei wurden sie nicht nur von den 10 845 Zuschauern nach vorne gebrüllt, sondern auch von Alba-Geschäftsführer Marco Baldi, der in den Tagen zuvor Spieler und Trainer schärfer als gewohnt kritisiert hatte. Der 49-Jährige versuchte schon nach wenigen Aktionen, lautstark auf die Schiedsrichter einzuwirken, von der Bank stimmte Sportdirektor Mithat Demirel gestenreich mit ein. Trotz der Unterstützung von höchster Management-Ebene und großem Einsatz lagen die Berliner allerdings schnell 4:10 zurück. Gordon Herbert nahm eine Auszeit – und fand die richtigen Worte. Mit einer 11:0-Serie kehrte Alba zurück aufs Feld, immer wieder fingen die Berliner nun Pässe der Gäste ab und kamen dank der Ballgewinne zu Schnellangriffen und leichten Punkten. Dabei tat sich besonders DaShaun Wood hervor, der auch sonst hervorragend traf und bis zur Halbzeit 18 Punkte erzielte, am Ende war der Berliner Kapitän mit 30 Zählern bester Werfer des Spiels.

Mitte des zweiten Viertels war Albas Vorsprung erstmals auf zehn Punkte angewachsen, bei Quakenbrück machte sich spätestens jetzt bemerkbar, dass Center Darren Fenn verletzt fehlte. Zudem schien auch der nur 1,70 Meter große Aufbauspieler David Holston nach einer Grippe noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte zu sein, der zweitbeste Werfer der Bundesliga konnte sich kaum einmal wie gewohnt zum Korb durchwuseln. Da die Berliner in der Verteidigung nicht nachließen und auch die Rebounds dominierten, gingen sie mit einer 46:34-Führung in die Pause.

In der zweiten Hälfte kam bei Alba zum Kampf auch verstärkt die Spielfreude hinzu, die Herbert seinem Team so sehr ans Herz gelegt hatte. Alba konnte sich weiter absetzen, schnell war der Vorsprung auf 20 Punkte angewachsen. Die Berliner schienen sich jetzt an ihrer bedingungslosen Defensive zu berauschen, mit jedem Ballgewinn wuchs auch im Angriff das Selbstbewusstsein. Und auch das Vertrauen ineinander: Immer wieder ließen Herberts Profis den Ball geduldig durch die eigenen Reihen wandern, bis sie einen wirklich unbewachten Mitspieler gefunden hatten. Anfang des Schlussviertels, das Spiel war bereits entschieden, passte Marko Simonovic zum freien Bryce Taylor, ein Gegenspieler stürzte heran, Taylor passte zurück zum jetzt noch viel freieren Simonovic, der unter dem Jubel des Publikums per Dreier zum 72:48 für Alba traf. Dann strahlten sich beide an, als könnten sie nicht ganz fassen, wieso ihnen das Basketballspielen zuletzt so schwer gefallen war.

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