Sport : Almeida: Drei Tore und dann Rot Werder Bremen besiegt den FC St. Pauli 3:0

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Bremen - Sein schöner Arbeitstag endete mit ganz kleinlauten Tönen. „Das war eine Dummheit von mir, die nicht zu entschuldigen ist“, sagte Hugo Almeida. Glücklich und traurig trat der Held des Abends ab, der den SV Werder Bremen mit drei Toren zum 3:0 (2:0)-Heimsieg gegen den FC. St. Pauli geschossen hatte. Eine Tätlichkeit gegen Carlos Zambrano zehn Minuten vor dem Abpfiff brachte Almeida um den Ruhm seines Auftritts. Genervt von diversen Fouls hatte der Portugiese nach seinem Gegenspieler geschlagen und dafür zu Recht die Rote Karte gesehen. Die Zuschauer verabschiedeten ihn trotz der Unsportlichkeit mit Applaus.

Thomas Schaaf, der angesichts der Bremer Misserfolgsserie unter Druck geratene Trainer, fand zwei Dinge nicht akzeptabel. Neben Almeidas Unbeherrschtheit, die seine Personalprobleme weiter vergrößert, bemängelte Schaaf den Auftritt seiner siegreichen Mannschaft. „Das war noch nicht das ganz Runde“, sagte er angesichts einer kuriosen Partie, in der Almeida nach Kontern aus drei Chancen drei Tore gemacht hatte. Es war nach 450 Pflichtspielminuten ohne Tor wie eine Erlösung. Die bessere Spielanlage zeigten jedoch die Gäste. Gerald Asamoah und Fin Bartels waren bei ihren großen Torchancen, die aus cleveren Kombinationen entstanden waren, an der Latte gescheitert. Den Rest der Überlegenheit fing oder faustete der überragende Bremer Torhüter Tim Wiese voller Entschlossenheit weg.

Die Hektik der Schlussphase, in der die Offensive des FC St. Pauli eine Chance nach der anderen ausließ, kam wie ein Beleg für den Leidensdruck der beiden Trainer daher. Schaaf wird nach diesem Erfolg ein paar ruhigere Tage erleben. Sein Kollege Holger Stanislawski dagegen sackt mit Aufsteiger St. Pauli nach einem guten Saisonstart in der Tabelle immer weiter ab und ist nur noch zwei Punkte von den Abstiegsrängen entfernt. „Noch mal raus, noch mal quer. Uns fehlt vor dem Tor jegliche Konsequenz. Mit der Qualität kann man keine Punkte holen“, sagte der enttäuschte Trainer, dem sein Abwehrspieler Markus Thorandt nach einer Roten Karte in der Schlussminute wegen eines harten Foulspiels gegen Torsten Frings vorerst fehlen wird. Christian Otto

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