Sport : Anregungen vom Meister Volleys gewinnen mit 3:2 gegen Generali Haching

Umberto Savignano
Foto: dapd
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München - Für Generali Haching war es ein Experiment, zu dem die Berlin Volleys die Anregung gegeben hatten: Auch der Vizemeister aus der Münchner Vorstadt will versuchen, langfristig ein größeres Publikum anzulocken, wie es die Berliner mit dem Umzug in die Max-Schmeling-Halle vorgemacht haben. Und so verlegten die Hachinger ihr Heimspiel gegen den Deutschen Meister in die Olympiahalle. Immerhin 3900 Zuschauer sorgten für eine tolle Atmosphäre. Das war aus Sicht der Gastgeber erfreulich. Erfreulich für die Berliner war hingegen das Ergebnis: Mit einem 3:2 (25:22, 25:14, 23:25, 29:31, 15:10)-Erfolg haben sie nach dem Auftakterfolg beim VfB Friedrichshafen einen hervorragenden Saisonstart hingelegt.

Dabei sah es zwei Durchgänge lang nicht nach einem Fünfsatzmatch aus. Mitte des ersten Spielabschnitts setzten sich die Volleys von 12:11 auf 21:17 ab und konterten eine kleine Aufholjagd des Gegners mit Tomas Kmets erfolgreichem Block zum 25:22. Im zweiten Satz ließen die vor Selbstbewusstsein nur so strotzenden Berliner den großen Rivalen der vergangenen Saison dann richtig alt aussehen und gewannen 25:14. War das tatsächlich die Neuauflage des Meisterschaftsfinales?

Alles schien für die Berliner auf einen gemütlichen Sonntagnachmittag im Münchner Olympiapark hinauszulaufen. Doch dann wendete sich das Blatt, was Volleys Mittelblocker Felix Fischer so erklärte: „Der zweite Satz war sehr einfach. Du weißt dann zwar, du darfst nicht nachlassen und tust es trotzdem. So haben wir das Spiel im dritten Satz aus der Hand gegeben, die Hachinger stark gemacht. Und sie haben natürlich auch ein bisschen besser gespielt.“ Die Hausherren brachten den dritten Durchgang mit 25:23 nach Hause, waren nun wieder ein ebenbürtiger Kontrahent. Ganz heiß umkämpft war dann der vierte Satz: Acht Chancen brauchten die Hachinger, um zum 2:2 nach Sätzen auszugleichen (31:29). Fischer und Co. hatten sich an dieser Abwehrschlacht aber offenbar so aufgebaut, dass sie den Tiebreak mit 15:10 problemlos für sich verbuchten.

Berlins Manager Kaweh Niroomand lobte die gute Stimmung: „Auf dem Spielfeld sind wir Konkurrenten, aber drumherum arbeiten wir ja alle als Partner an einem gemeinsamen Projekt für den deutschen Volleyball.“ Umberto Savignano

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