Sport : Anwalt der Großen

Bayern-Chef Hoeneß will DFL-Präsident werden

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Berlin - Der Präsident will Präsident werden. Uli Hoeneß, derzeit der mächtige Mann im Hintergrund des FC Bayern München, kandidiert für den Vorsitz der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Nach Medienberichten hat Hoeneß seine Kandidatur in dieser Woche schriftlich eingereicht. Der derzeitige DFL-Präsident Reinhard Rauball zeigte sich darüber laut „Welt“ „nicht überrascht. Meine Entscheidung zu kandidieren, bleibt davon unberührt.“ Damit wird es am 18. August bei der Vollversammlung der 36 Klubs der Ersten und Zweiten Liga zu einer Kampfabstimmung kommen.

Hoeneß hat in seinen drei Jahrzehnten als Manager des FC Bayern München seine Fähigkeiten als Fußball-Lenker demonstriert. Allerdings ist die Nähe zu seinem langjährigen Verein auch sein größtes Problem. Zwar dürften die Spitzenvereine Hoeneß’ Kandidatur wohlwollend gegenüber stehen – schließlich fordert er seit Jahren mehr Geld für die großen Klubs, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können. Genau deswegen wird es der 58-Jährige aber wohl bei den kleineren Vereinen und den Zweitligisten schwer haben. Sie befürchten, dass Hoeneß als Anwalt der Großen das Solidarmodell bei der Verteilung der Vermarktungseinnahmen angreifen könnte. Tsp

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