Arne Friedrich : Depression bei Hertha

Acht Tage steht Arne Friedrich, der bei Hertha BSC Mannschaftskapitän war, noch in Berlin unter Vertrag. Der Nationalspieler steht vor einem Wechsel nach Wolfsburg.

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Arne Friedrich
Arne FriedrichFoto: ddp

Pretoria - Arne Friedrich hat deutliche Worte gefunden über die Stimmungslage im Abstiegskampf bei Hertha BSC. „Das war ja fast eine Art Depression“, sagte der 31-Jährige im WM-Quartier in Südafrika. In der Nationalmannschaft herrsche hingegen „ein komplett anderes Klima, man hat andere Menschen um sich“.

Acht Tage steht Friedrich, der bei Hertha BSC Mannschaftskapitän war, noch in Berlin unter Vertrag. Der Nationalspieler, der am Mittwoch sein 75. Länderspiel bestreiten wird und in den vergangenen acht Jahren 288 Pflichtspiele für Hertha absolvierte, soll zum VfL Wolfsburg wechseln. Ihm soll dort ein Zweijahresvertrag vorliegen. Arne Friedrich sagt dazu nur: „Ich kann das nicht bestätigen.“

Um eine Millionen-Ablöse zu kassieren, müsste Hertha Friedrichs Vertrag verlängern – zu Erstligakosten, was ein gewisses Risiko birgt, vor allem ein teures. Herthas früherer Manager Dieter Hoeneß, derzeit tätig für den VfL, hat aber immer wieder sein Interesse an dem Innenverteidiger betont, den er im Jahr 2002 aus Bielefeld nach Berlin geholt hatte.

Ebenfalls vor einem Wechsel steht der defensive Mittelfeldspieler Gojko Kacar, der bei der WM in Südafrika im Kader der Serben steht. Auch für ihn will Hertha eine hohe Ablöse erzielen. Nach dem WM-Spiel der Deutschen gegen Serbien (0:1) ließ sich der 23-Jährige im Kabinentrakt von Port Elizabeth die Aussage entlocken, dass er „natürlich gerne“ beim Hamburger SV spielen würde. Der sei einer der größten Vereine in der Liga. Ihm soll aber auch ein Angebot aus Italien vorliegen. Hertha hatte vor zwei Jahren drei Millionen Euro Ablöse an FK Vojvodina Novi Sad überwiesen. André Görke

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