Arrogante Haken : Eisbären Berlin sind für die Kölner nicht unschlagbar

Vor 10127 Besuchern unterlagen die Eisbären 1:2 bei den Kölner Haien und mussten die Karnevalsmusik der feiernden Kölner mit anhören.

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Vorsichtige Freude. Kölns Trainer Krupp. Foto: dpa
Vorsichtige Freude. Kölns Trainer Krupp.Foto: dpa

Haie-Trainer Uwe Krupp hat seine schwächelnden Profis in dieser Woche in einem Kölner Hotel kaserniert. Alle Kräfte sollen gebündelt werden, damit der KEC sich im Endspurt der DEL-Hauptrunde vielleicht doch noch auf Platz zehn im Klassement vorarbeitet, der zur Qualifikation für die Vorplayoffs führt. Derartige Probleme haben die Eisbären Berlin nicht, trotzdem ist der Meister nicht unschlagbar für den KEC, dem es in der heimischen Arena am Dienstagabend gelang, ein Lebenszeichen zu senden. Vor 10127 Besuchern unterlagen die Eisbären 1:2 ( 0:0, 0:0, 1:2) und mussten die Karnevalsmusik der feiernden Kölner mit anhören.

Von Beginn an wurde deutlich, dass die Haie nicht aufgegeben haben. Sie kämpften mit großen Einsatz, so gut sie konnten, um eine Verlängerung der Saison. Zwar erspielten sich die Berliner gleich ein Chancenplus (Torschuss-Statistik nach 20 Minuten: 16:8). Die Kölner profitierten aber davon, dass die Angreifer der Eisbären an diesem Abend durch die Reihen etwas schlampig im Abschluss waren. So hatte Köln Keeper Danny Aus den Birken im ersten Drittel keine große Mühe, seinen Kasten sauber zu halten.

Auch das Mitteldrittel, in dem beiden Teams viele kleine Fehler unterliefen, blieb torlos. Das lag auch daran, dass die Berliner Stürmer offenbar keine einfachen Treffer erzielen wollten. Sie schlugen, anstatt den schnellen Abschluss zu suchen, oft noch einen Haken, machten einen Schnörkel – und blieben so auch im Powerplay erfolglos. Andererseits beging Aus den Birken weiterhin keine Fehler. Die Gastgeber kamen ihrerseits wie schon im ersten Drittel zu ein paar guten Chancen, so scheiterte Jason Jaspers an Kevin Nastiuk im Berliner Tor.

Den Kölnern gelang es im Schlussdrittel, die Eisbären für ihre arrogante Pomadigkeit zu bestrafen. Nachdem die Berliner eine Bankstrafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis kassiert hatten, schlug Alexander Weiß bei Überzahl zu. Der ehemalige Berliner, dessen Bruder Daniel für die Eisbären spielt, tunnelte Nastiuk im Nachstochern. Zehn Minuten vor dem Ende schlug Berlin im Powerplay zurück. Florian Busch, zentral postiert, gelang das 1:1. Umgehend kamen aber die Haie wieder, Charlie Stephens markierte 73 Sekunden später das 2:1 für den KEC. Die Eisbären hatten darauf keine Antwort mehr.

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