Sport : AS Rom: Betrogen und gedemütigt?

Italien beklagt den Exitus. AS Rom, AC Parma und Inter Mailand, alle drei italienischen Klubs sind im Achtelfinale des Uefa-Cups ausgeschieden. Vor allem das Aus des italienischen Meisterschaftsfavoriten und Tabellenführers aus Rom trotz eines 1:0-Erfolgs bei Englands Rekordchampion Liverpool die Emotionen hochkochen. Ein verweigerter Elfmeter, eine Rote Karte gegen Damiano Tomassi und der Abgesang "Arrivederci Roma", der nach Spielende aus den Lautsprechern an der Anfield Road erklang, sorgten für tumultartige Szenen.

Die durch ein Tor von Stürmer Gianni Guigou siegreichen Römer fühlten sich nach der 0:2-Hinspielniederlage um eine mögliche Verlängerung betrogen. Der spanische Schiedsrichter José Maria Garcia Aranda hatte bereits auf Elfmeter wegen Handspiels eines Liverpooler Akteurs entschieden, bevor er es sich anders überlegte und die Begegnung kurz darauf abpfiff. Als die Italiener hämisch mit "Arrivederci Roma" verabschiedet wurden, war der Eklat perfekt.

Tiefe Enttäuschung machte sich in Mailand breit, wo Inter durch eine 0:2-Niederlage gegen den spanischen Provinzverein Deportivo Alaves den sicher geglaubten Einzug ins Viertelfinale verspielte. Mannschaftskapitän Javier Zanetti nahm hinterher kein Blatt vor den Mund: "Die Fans verdienen nicht so schlechte Leistungen, wir Spieler entschuldigen uns." Verteidiger Gigi di Biagio war völlig am Boden: "Wir haben den Tiefpunkt erreicht."

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