Sport : Auf nach Georgien

Hertha BSC trifft im Uefa-Cup auf Ameri Tiflis

Karsten Doneck

Berlin - Der Name löste erst einmal Ratlosigkeit aus. FC Ameri Tiflis – „die kenne ich nicht“, sagte Dieter Hoeneß. Aber der Manager des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC wird sich schnellstens schlau machen. In der zweiten Runde der Qualifikation zum Uefa-Pokal trifft Hertha auf den Verein, der als Aufsteiger die abgelaufene Meisterschaftssaison in Georgien als Siebenter beendet hat. Das Hinspiel findet am 10. August in Berlin statt. Zwei Wochen später tritt Hertha in Tiflis an. Der Sieger findet sich in der ersten Hauptrunde des Uefa-Pokals wieder.

„Ich sehe gute Chancen, eine Runde weiterzukommen“, sagt Hoeneß, er weiß aber auch, dass in diesem europäischen Wettbewerb das große Geld in weiter Ferne liegt: „Da wird finanziell nicht viel hängen bleiben.“ Schon in der vorigen Saison, als Hertha in der Zwischenrunde an Rapid Bukarest (0:1, 0:2) gescheitert war, hielt sich der Gewinn in überschaubarem Rahmen, von einer kleinen sechsstelligen Summe ist die Rede. „Wir haben nicht mit Einnahmen aus diesem Wettbewerb kalkuliert“, sagt Hoeneß und fügt an: „Wir nehmen die Sache aus sportlicher Sicht sehr ernst. Unsere jungen Spieler sollen international Erfahrung sammeln.“

Geld verdienen kann Hertha schon eher heute, wenn im Ligapokal in Düsseldorf der Hamburger SV der Gegner ist. Rund 340 000 Euro gibt es allein schon dafür, dass die Mannschaft aufläuft. Wer den Ligapokal gewinnt, streicht eine Garantiesumme von 1,8 Millionen ein. „Der Ligapokal bringt deutlich mehr ein, als wenn man im Uefa-Cup bis ins Viertelfinale kommen würde“, sagt Hoeneß. Neuzugang Srdjan Lakic kann gegen den HSV noch nicht mitspielen. Zwar liegt die Freigabe vom kroatischen Verband für den 22-jährigen Stürmer vor, doch mit der der Aufenthaltsgenehmigung muss sich Hertha bis Montag gedulden. Lakic könnte im Liga-Pokal-Halbfinale am Dienstag gegen Werder Bremen dabei sein. Dazu müsste Hertha aber den HSV bezwingen, der heute wohl auf Abwehrspieler Thimotee Atouba (Leistenbeschwerden) verzichten muss. Zum Kader heute zählt auch wieder Marcelinho, sein erneuter Einsatz wie zuletzt beim 4:0 im Test beim FC St. Pauli käme nicht einmal überraschend.

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