Sport : Aufholjagd im Finale

Tischtennis: 3B braucht im Europacup hohen Sieg

Jörg Petrasch

Berlin - Im nächsten Monat feiert 3B Berlin sein siebenjähriges Bestehen. Was sich der Tischtennis-Bundesligist dafür wünscht, ist vergleichsweise einfach zu beantworten: den dritten ETTU-Pokalsieg nach 2002 und 2004. So einfach wie die Auswahl des Geschenks ist, so schwer wird es allerdings sein, den Europapokal zu gewinnen. Wenn die Spielerinnen von 3B heute um 19 Uhr (Anton-Saefkow-Halle) im Final-Rückspiel auf den Homberger TS treffen, müssen sie ein 0:3 aus dem Hinspiel wettmachen.

„Wir haben trotzdem eine Chance, noch alles zu drehen“, sagt Rainer Lotsch. Der 3B-Manager ist zuversichtlich und hofft auf das Berliner Publikum. Jede Spielerin könne gegen jede gewinnen – in der Bundesliga trennt beide Teams nur ein Platz: Berlin ist Fünfter, Homberg Sechster. Um den europäischen Pokal wieder nach Berlin zu holen, muss das Team allerdings nicht nur mit 3:0 gewinnen, sondern darf insgesamt höchstens drei einzelne Sätze verlieren.

Das ist mit dem Kader von 3B sicherlich möglich, wenn alles optimal läuft und nicht so wie vor drei Wochen beim Hinspiel. „Wir haben seit unserem Bestehen nur einmal richtig schlecht gespielt“, sagt Manager Lotsch, „und das war in Homberg“. Dort hatte Veronika Pawlowitsch gegen die gebürtige Chinesin Wenling Tan-Monfardini noch knapp mit 2:3 verloren. Dass Berlins Spitzenspielerin Ah Sim Song allerdings gegen die 18 Jahre alte Deutsche Meisterin Zhenqi Barthel 1:3 und Tanja Hain-Hofmann gegen die Polin Anna Janta-Lipinska 0:3 verlieren würden, war überraschend. Doch 3B hat mit einem 5:5 gegen den Meisterschaftsfavoriten Langweid am vergangenen Sonntag wieder an Selbstvertrauen gewonnen.

Ob das genügen wird, hängt nicht zuletzt von den Aufstellungen beider Teams ab, da bei jedem Spiel neu aufgestellt werden kann. Zudem besitzen Homberg mit Yin Na und Berlin mit Bao Di noch zwei weitere Spielerinnen, die eingesetzt werden können. Die Chancen sind daher kaum einschätzbar. „Egal, wie es ausgeht, wir spielen um die Ehre“, sagt Rainer Lotsch. Und suggeriert damit, dass auch ein zweiter Platz eigentlich ein schönes Geburtstagsgeschenk ist.

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