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Aufstieg in die Bundesliga : RB Leipzig feiert, Ralf Rangnick verletzt sich

Der polarisierende Zweitligist RB Leipzig macht mit einem 2:0 gegen Karlsruhe den Aufstieg in die Bundesliga perfekt. Trainer Ralf Rangnick verletzt sich bei der Bierdusche.

Der Leipziger Cheftrainer Ralf Rangnick bekommt von Spieler Davie Selke eine Bierdusche und verletzt sich am Oberschenkel.
Der Leipziger Cheftrainer Ralf Rangnick bekommt von Spieler Davie Selke eine Bierdusche und verletzt sich am Oberschenkel.Foto: dpa

Es wurde dann doch ein bisschen schmerzhaft für Ralf Rangnick. Erst ging beim Jubeln die Brille zu Bruch, dann schlich sich Davie Selke von hinten an, bewaffnet mit einem riesigen Bierkrug, dessen Inhalt er über dem Kopf seines Trainers entleerte. Rangnick kam auf der Flucht ins Stolpern, und nach dem anschließenden Sturz griff er sich an den linken Oberschenkel. Klassische Feierzerrung, Rangnick musste sich noch am späten Nachmittag in medizinische Behandlung begeben, aber das war auch schon der einzige Makel an diesem sonnigen Nachmittag. 2:0 (0:0) siegte Rasenballsport Leipzig über den Karlsruher SC und schaffte so den Aufstieg am vorletzten Spieltag der Zweiten Bundesliga. 42559 Zuschauer im Leipziger WM-Stadion feierten die lang ersehnte Party.
Für Rangnick war es nach Triumphen mit Hannover und Hoffenheim schon der dritte Aufstieg, aber noch nie war der Druck so groß wie diesmal. Dietrich Mateschitz, der milliardenschwere Brause-Unternehmer und Finanzier des Leipziger Projektes, saß auf der Tribüne des Stadions und erwartete Vollzug. 19Millionen hatte RB vor dieser Saison in neue Personal investiert, aber es ruckelte doch ein wenig, in der gesamten Saison wie am Sonntag gegen Karlsruhe.

Der KSC-Torhüter hilft mit beim Aufstieg

Leipzig war zwar deutlich überlegen, kam aber zunächst kaum zu nennenswerten Torchancen. Als dann der Rivale 1.FC Nürnberg gegen St. Pauli in Führung ging, wurde klar, dass ein Unentschieden wohl nicht reichen würde. Also investierten die Leipziger nach der torlosen ersten Halbzeit noch mehr in die Offensive. Es war kurz nach halb fünf, als es laut im Stadion wurde und Leipzig sich zum ersten Mal in der Ersten Liga fühlte. Vom rechten Strafraumeck flankte Lukas Klostermann in die Mitte, wo der Schwede Emil Forsberg einen Schritt schneller war als zwei Gegenspieler und den Ball flach ins Tor drückte.
Jetzt spielte Leipzig seine technische und läuferische Überlegenheit aus. Der eingewechselte Selke hatte kurz darauf das zweite Tor auf dem Fuß, als er ganz allein auf René Vollath zulief, aber scheiterte beim Versuch, den Ball durch die Beine des Karlsruher Torhüter zu schieben. Es war dann eben jener Vollath, der eine unglückliche Rolle beim alles entscheidenden 2:0 spielte. Marcel Halstenbergs Freistoß flog weder scharf noch mit viel Effet in den Strafraum – und glitt doch die die Hände des Torhüters, worauf der Ball sanft über die Torlinie trudelte. Das geschah vier Minuten vor Schluss. Karlsruhe fügte sich in sein Schicksal, Leipzig spielte die finalen Minuten lustvoll herunter. Dann war Schluss, Selke machte sich auf die Jagd nach Rangnick – und wird vielleicht noch ein bisschen Ärger mit dem Geldgeber Mateschitz bekommen. Schließlich wird das Geld in seinem Unternehmen nicht mit Bier, sondern mit einem anderen Getränk verdient.. (Tsp)

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