Sport : Bald ist Winterpause bei den Herthanern

Klaus Rocca

Für einen kurzen Moment zuckte Jürgen Röber zusammen. Ob für ihn, wurde Röber gefragt, das Hallenturnier am 11./12. Januar in der Max-Schmeling-Halle nicht ein rotes Tuch sei. Röber fing sich schnell. Er selbst habe immer gern unterm Dach gespielt, vielen seiner Spieler ginge es ähnlich und bei den Gegnern gebe es schließlich auch einige Supertechniker. Der bei der Pressekonferenz drei Plätze neben ihm sitzende Michael Novak war z*ufrieden. Schließlich war er eigens aus Frankfurt angereist, um für dieses Turnier zu werben. Da hätte ihm Kritik aus des Hertha-Trainers Munde die Sache verhagelt.

Nun hat Röber gerade sein Unverständnis Richtung DFB darüber geäußert, warum Hertha bei der zusätzlichen Europapokal-Belastung bereits heute (20 Uhr, Olympiastadion) das Bundesligaspiel gegen den TSV 1860 München bestreiten müsse. Dabei ging sein Blick über den arg geschlauchten Kader. Kein Wunder, dass Röber die Winterpause herbeisehnt. Heute und dann noch am Sonntag nach Dortmund - dann hat die liebe Seele Ruh. Bis zum 5. Februar.

Beim großen Kader sollte es Röber nicht schwer fallen, für besagtes Hallenturnier genügend Spieler zu finden. Natürlich werden einige, wie Sebastian Deisler (kommt heute nach seiner Knieuntersuchung aus den USA zurück) und René Tretschok, nicht dabei sein. So übermäßig attraktiv wird das, was da in der Schmeling-Halle abläuft, ohnehin nicht sein. Hertha spielt in der Gruppe B mit dem SC Freiburg, VfL Bochum und dem FC St. Pauli, Tennis Borussia in der Staffel A mit den Spielvereinigungen aus Unterhaching und Greuther Fürth sowie dem 1. FC Nürnberg. Man könnte fast glauben, der DFB habe sich für den peinlichen Fauxpas beim letzten Turnier im Januar 1998 rächen wollen. Damals war vom Hallenbetreiber der Kunstrasen so verlegt worden, dass rund 400 der 6300 Zuschauer eines der beiden Tore gar nicht sahen. Der Ärger des DFB wurde auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz unverhohlen geäußert.

Zurück zum heutigen Spiel gegen die Münchner. Röber muss auf den gesperrten Eyjölfur Sverrisson (fünfte Verwarnung) und Marko Rehmer (Halswirbelstauchung) verzichten, Kjetil Rekdal ist wieder dabei, den Sturm bilden Michael Preetz und Ali Daei. Als Entschädigung für das "Nebelspiel" gegen Barcelona erhalten die Dauerkartenbesitzer ein zusätzliches Ticket, allen Mitgliedern wird freier Eintritt gewährt und jeder Käufer erhält zwei Karten zum Preis von einer.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben