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Basketball-EM 2015 : 76:77 gegen Spanien: Bitterer Abschied für Dirk Nowitzki

Die deutschen Basketballer verpassen das EM-Achtelfinale durch das 76:77 gegen Spanien. Für Dirk Nowitzki war's wohl das letzte Spiel für Deutschland.

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War's das? Basketball-Nationalspieler Dirk Nowitzki nach dem Aus gegen Spanien.
War's das? Basketball-Nationalspieler Dirk Nowitzki nach dem Aus gegen Spanien.Foto: AFP

Dirk Nowitzki und seine Mitspieler gaben nicht auf. Sie legten eine unglaubliche Aufholjagd hin und hatten 3,8 Sekunden vor Schluss die Chance, noch gegen den Favoriten Spanien auszugleichen. Dennis Schröder hatte drei Freiwürfe, traf den ersten, den zweiten, aber nicht den dritten. Und dann war es vorbei. Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft verlor gegen Spanien mit 76:77 (38:41). Damit sind die Deutschen bei der Europameisterschaft bereits nach der Vorrunde ausgeschieden.

Und so dürfte es wohl das letzte Spiel von Dirk Nowitzki im Nationaltrikot gewesen sein. Ob der 37-Jährige noch einmal für Deutschland spielen würde, ließ er offen. „Damit beschäftige ich mich noch nicht“, sagte er.

Vor 13.050 Zuschauern in der Berliner Arena am Ostbahnhof – darunter auch der amerikanische NBA-Star Kevin Durant – zeigten die Deutschen großen Einsatz und kämpften bis zur Schlusssirene. Gegen das souveräne spanische Topteam reichte das alles jedoch nicht. Denn auch Nowitzki konnte seinem Team mit zehn Punkten nicht entscheidend helfen. So reichte die starke Leistung von Dennis Schröder (26 Punkte) und Maodo Lo (14 Punkte) nicht.

Chris Fleming hatte seine Startaufstellung im Vergleich zum 82:89 gegen Italien erneut auf einer Position verändert. Für Robin Benzing begann wieder Tibor Pleiß. Dirk Nowitzki zeigte gleich, dass er eigentlich bereit war. Nach eineinhalb Minuten verwandelte er seinen ersten Wurf – für drei Punkte. Schröder war zu Beginn etwas übermotiviert. Er rannte ein ums andere Mal erfolglos in die gegnerischen Spieler hinein. Doch er fing sich schnell. War mit acht Punkten im ersten Viertel bester deutscher Werfer und feuerte seine Mitspieler auch nach Fehlwürfen immer wieder an.

Vor dem Spiel entschuldigte sich Dennis Schröder bei Coach Fleming

Vor der Partie hatte der 21-Jährige zudem noch seinen Teil dazu beigetragen, die Stimmung rund um das Nationalteam zu verbessern. „Ich möchte mich bei Coach Chris Fleming entschuldigen. Ich habe nicht gemeint, was ich gesagt habe. Ich respektiere ihn und die Entscheidungen, die er trifft“, schrieb der NBA-Profi von den Atlanta Hawks bei Facebook. „Ich bin sein Point Guard und wir stehen zusammen. Weil wir ein Team sind.“ Schröder hatte Fleming am Mittwoch nach der Niederlage gegen Italien dafür kritisiert, dass der Trainer in der Schlussphase bei einer Drei-Punkte-Führung entschieden hatte, die Italiener zu foulen, anstatt auf die eigene Verteidigung zu vertrauen.

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Schröder trieb sein Team auch im zweiten Viertel weiter an. Und seine Mitspieler zogen mit. Maodo Lo ließ Pau Ribas aussteigen. Johannes Voigtmann setzte sich gegen Pau Gasol durch und zwischenzeitlich führten die Deutschen mit vier Punkten (22:18). Doch die Spanier hielten stets dagegen. Besonders Gasol und Sergio Rodriguez trafen sicher.

Auf deutscher Seite tat sich zudem Tibor Pleiß schwer. Oft wurde er gut unter dem Korb angespielt, konnte aber von seinen fünf Wurfchancen im zweiten Viertel nur zwei verwandeln. Weil die anderen Deutschen jedoch ordentlich trafen und gut verteidigten, ließen sie sich nicht abschütteln. Zur Halbzeit lagen sie so nur mit 38:41 zurück.

Im dritten Viertel konnte die deutsche Mannschaft aber nicht mehr mithalten. Sie trafen immer schlechter, außerdem bekamen sie einige strittige Schiedsrichterentscheidungen gegen sich ausgesprochen. Und so zogen die Spanier auf einen Zwölf-Punkte-Vorsprung (60:48) davon. Diesen Rückstand holten die Deutschen fast noch auf, aber dann ging der letzte Wurf daneben. Mal wieder.

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