Basketball-Euroleague : Zwei Favoriten beim Final Four in Berlin

In der Arena am Ostbahnhof findet ab Freitag das Final Four der Basketball-Euroleague statt. Ein deutscher Verein ist nicht dabei, trotzdem gibt es ein Team mit Heimvorteil.

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Zeljko Obradovic will mit Fenerbahce den Titel in der Euroleague.
Zeljko Obradovic will mit Fenerbahce den Titel in der Euroleague.Foto: dpa

Die Basketballfans von Fenerbahce Istanbul singen sich schon warm. Immer wieder unterbrachen sie am Donnerstag die Auftaktveranstaltung des Final-Four-Turniers der Euroleague auf dem Berliner Alexanderplatz mit ihren Schlachtrufen. Abwechselnd feierten sie ihren Verein und dessen Trainerlegende Zeljko Obradovic.

Der türkische Spitzenklub und sein serbischer Spitzencoach gehen als Favorit in ihr Halbfinale am Freitag gegen das Caja Laboral Vitoria aus Spanien (21 Uhr), drei Stunden zuvor treffen in der Arena am Ostbahnhof die beiden russischen Teams ZSKA Moskau und Lok Kuban Krasnodar aufeinander. Im Finale am Sonntag um 20 Uhr wird dann der neue Titelträger im wichtigsten europäischen Klubwettbewerb ermittelt.

Fenerbahce wird in der ausverkauften Halle sicher den Heimvorteil auf seiner Seite haben, schließlich verfügt der Klub in Berlin über eine stattliche Fanbasis. Obradovic ist zudem nicht nur der älteste und erfahrenste Coach der vier Konkurrenten, sondern mit acht Titeln auch der erfolgreichste Trainer der Euroleague-Geschichte.

Am Freitag finden die Halbfinals statt, am Sonntag das Finale

Aber auch ZSKA Moskau hat allen Grund, optimistisch in das Finalwochenende zu gehen. Die finanzstarken Russen waren bei 13 der bisher ausgetragenen 14 Finalturniere dabei, auch dieses Jahr gehen sie gemeinsam mit Fenerbahce als Favorit ins Rennen. Am Donnerstag wurde Moskaus französischer Nationalspieler Nando de Colo zudem als „Wertvollster Spieler“ der Saison ausgezeichnet.

Vitoria und Krasnodar hätte vor Saisonstart wohl niemand in Berlin erwartet. Entsprechend bescheiden geben sich die Vertreter der beiden Klubs. Krasnodar setzt auf Spielmacher Malcolm Delaney, der 2014 in der Finalserie der Bundesliga Bayern München zum Meistertitel gegen Alba Berlin geführt hatte. Delaney fühlt sich äußerst wohl als Außenseiter. „Niemand hat uns in dieser Saison etwas zugetraut, aber wir haben alle großen Teams besiegt“, sagte der 27-Jährige. „Ich mag es, für die kleinere Mannschaft zu spielen."

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