Basketball : Köln 99ers offenbar doch gerettet

Sie stehen am Rande der Insolvenz, doch in letzter Sekunde scheint sich das Blatt zu wenden: Wie der Basketball-Verein Köln 99ers auf seiner Homepage mitteilt, konnte "der zukünftige Spielbetrieb in rechtlicher und finanzieller Hinsicht gesichert werden."

KölnNur wenige Stunden nach dem Ausschluss aus der Basketball-Bundesliga haben die Verantwortlichen der Köln99ers am Abend eine Sicherung des Spielbetriebs in Aussicht gestellt. Der von der Insolvenz bedrohte Club trat anschließend zum Uleb-Cup-Spiel gegen den russischen Vertreter BC Khimki an. In einer Presseerklärung hieß es, dass der zukünftige Spielbetrieb in rechtlicher und finanzieller Hinsicht gesichert werden konnte. Weitere Information will der Club am Mittwoch bei einer Pressekonferenz bekanntgeben.

Noch am Dienstagnachmittag hatte die Basketball-Bundesliga (BBL) mitgeteilt, dass der in Finanznöte geratene Club mit sofortiger Wirkung vom Meisterschaftsspielbetrieb ausgeschlossen wird. Die Fortführung des Spielbetriebs bis zum Ende der Saison ist aus wirtschaftlichen Gründen nicht verantwortungsvoll darstellbar, hieß es in einer Erklärung der BBL, die zuvor das vom Club vorgelegte Finanzierungskonzept geprüft hatte. "Dies war eine der schwersten Entscheidungen, die wir zu fällen hatten", sagte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer.

Neue Gesellschaft soll Sponsoren an Land ziehen

Offenbar ist es den Verantwortlichen in den Stunden nach dem Bescheid gelungen, die Zukunft der Kölner Basketballer doch zu sichern. "Eine neue Gesellschaft wird die Plattform bieten, weitere Sponsoren für die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte der Köln 99ers zu gewinnen", ließ der Club verlauten. Aus diesem Grunde konnte das Team wie geplant zum Uleb-Cup-Hinspiel gegen Khimki antreten.

Der deutsche Meister von 2006 hatte am 22. Januar Insolvenz angemeldet, nachdem Mäzen Herbert Zimmer notwendige Zahlungen eingestellt hatte. Deshalb hatte die BBL den Club zur Vorlage eines neuen finanzielles Konzepts aufgefordert. Der kurzfristige Finanzbedarf der Kölner war nach den kurzfristigen Vereinswechseln der Topverdiener Aleksandar Nadjfeji, Immanuel McElroy und Toby Bailey auf rund 800.000 Euro geschätzt worden. Rein sportlich gesehen hatte das junge Rumpfteam noch am vorigen Wochenende mit dem 78:67-Sieg gegen Gießen seine Klasse unter Beweis gestellt. (smz/dpa)

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