Basketball : Wer sich kennt, zeigt keine Nerven

Alba überzeugt diese Saison in knappen Spielen

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Foto: Kai-Uwe Heinrich

Berlin - Die erste Spalte der Tabelle liest sich eindeutig: vier Siege, eine Niederlage, Platz eins in der Gruppe A schon vor dem letzten Spieltag gesichert. Erst in der zweiten Spalte wird deutlich, wie hart Alba Berlin für das Erreichen der Zwischenrunde im Eurocup kämpfen musste – beim Korbverhältnis steht bei den Berlinern eine glatte Null. Einzig der Heimsieg gegen Galatasaray Istanbul (87:77) und die Niederlage in der Türkei (79:93) wurden nicht in den Schlusssekunden entschieden, die drei Partien in Mariuopol (74:73) sowie zu Hause gegen Teramo (75:73) und am Dienstag auswärts bei den Italienern (66:65) standen bis zum letzten Angriff auf der Kippe. „Man kann solche Spiele nur gewinnen, wenn man Kontinuität hat“, sagt Albas Geschäftsführer Marco Baldi. Im Gegensatz zur vergangenen Saison, als Alba viele Spiele in der Europaliga knapp verlor, scheint das bei den Berlinern in diesem Jahr der Fall zu sein.

In Teramo erzielte Blagota Sekulic nach klugem Pass von Rashad Wright mit einem Sprungwurf aus der Drehung die letzten Punkte des Spiels, der Montenegriner blockte im Gegenzug den Wurf der Gastgeber, auch im Schlussangriff konnte sich Teramo gegen Albas konzentrierte Verteidigung keinen guten Wurf erarbeiten. In solchen Phasen hilft, dass die Spieler ihre Kollegen und das System ihres Trainers Luka Pavicevic sehr gut kennen. „In knappen Spielen geht es nicht nur darum, wer die besseren Nerven hat“, sagt Baldi, „sondern auch darum, wer es schafft, sein Spiel zu etablieren.“ Weil Albas Team vor der Saison weitgehend zusammenblieb, wissen alle Spieler, was in Angriff und Verteidigung zu tun ist.

Diesen Vorteil musste auch Teramos Coach Andrea Capobianco anerkennen. „Wir waren in beiden Spielen gegen eines der besten Teams Europas ebenbürtig“, sagte Capobianco. „Aber in beiden Spielen war Alba im letzten Spielzug einfach besser.“ Lars Spannagel

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