Sport : Bayer Leverkusen: Bald der reichste Zweitligist?

"Das Geld auf dem Konto nützt doch gar nichts. Es kann nicht nur um Kohle gehen. Dann steigt man nämlich nachher ab und ist der reichste Klub der zweiten Liga", sagte der 34 Jahre alte Torjäger der "Bild"-Zeitung. Deshalb macht Kirsten sich für neue Spieler stark: "Verstärkungen stünden uns gut zu Gesicht. Gerade im Abwehrbereich, wenn Nowotny oder Kovac ausfallen, brennt der Baum. Ein Mittelfeldarbeiter wie früher Jan Wouters wäre ideal. Es ist kein Geheimnis, dass wir vor einer schweren Saison stehen. Wir haben Spieler verloren, die nicht gleichwertig ersetzt wurden. Auch als Mannschaft haben wir uns noch nicht gefunden."

Bayer hatte vor Saisonbeginn den brasilianischen Star Emerson für 36 Millionen Mark an den AS Rom verkauft. Außerdem verließ Nationalspieler Stefan Beinlich den Verein und schloss sich ablösefrei Hertha BSC an. Die dadurch entstandenen Lücken konnten nicht entsprechend geschlossen werden, so dass Bayer in dieser Saison noch nicht richtig Tritt fassen konnte. Außerdem liegt Nationalspieler Jens Nowotny eine 80-Millionen-Mark-Offerte vom englischen Vizemeister FC Arsenal vor. Allerdings will Manager Reiner Calmund den 26-Jährigen auf keinen Fall nach London ziehen lassen: "Jens ist unverkäuflich. Selbst für 80 Millionen bekommen wir keinen Ersatz für Nowotny. Der Jens bleibt bei uns in Leverkusen, und er will ja auch gar nicht weg", erklärte Calmund. Nowotny, vor vier Jahren für eine Ablösesumme von 1,5 Millionen Mark aus Karlsruhe gekommen, steht bei Bayer noch bis zum Jahr 2005 unter Vertrag.

Nowotnys Manager Georg Bischoff sagte vor dem Champions League-Spiel von Bayer beim russischen Meister Spartak Moskau im Kölner "Express": "Es gibt schon seit Jahren Top-Angebote für Jens. Lazio Rom, AS Rom, der AC Mailand, alle haben schon angefragt. Und jetzt halt Arsenal. Bei diesem Angebot könnte Jens mehr als das Doppelte verdienen. Ich habe Reiner Calmund als einen Ehrenmann kennen gelernt. Wir haben keine Ausstiegsklausel im Vertrag. Aber ich bin mir sicher, wenn Jens wirklich weg will und die Ablöse stimmt, würde Bayer ihm keinen Stein in den Weg legen."

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