Bayern München : Klinsmann: Rensing-Fehler "kein Problem"

Es war eine Blamage und dabei machte auch der Torhüter keine gute Figur. Aber auch nach dem 2:5 des FC Bayern München gegen Werder Bremen - Trainer Jürgen Klinsmann stellt sich vor Michael Rensing. Auch ein Fußball-Experte nimmt den Kahn-Nachfolger in Schutz.

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Musste viele Bälle aus dem Netz holen: Bayern-Torwart Michael Rensing -Foto: dpa

München"Nach dem Olli die Karriere zu starten ist alles andere als einfach, aber er nimmt das super an, er entwickelt sich toll und wenn mal einer daneben geht, geht er daneben. Ist kein Problem", sagte Klinsmann am Samstagabend im ZDF- "Sportstudio". Oliver-Kahn-Nachfolger Rensing hatte beim Debakel am Samstag in München einen äußerst unsicheren Eindruck gemacht und musste im 28. Bundesliga-Spiel seine erste Niederlage einstecken.

Unsicherheiten oder Fehler seien für ihn kein Problem, betonte Klinsmann. "Das ist ganz normal. Wenn Michael seine Karriere richtig durchstartet, dann werden immer wieder Fehler kommen. Es gibt gar keinen Torwart, der ohne Fehler gespielt hat. Er wird ganz normal seinen Weg gehen, er wird Konstanz aufbauen, er wird den einen oder anderen Fehler machen", sagte der 44 Jahre alte Coach. Zwar konnte und wollte niemand die Niederlage an Rensing festmachen, dennoch wird der 24-Jährige in seiner ersten Saison als Nummer 1 besonders kritisch beäugt. Trotz vieler Vorschusslorbeeren konnte der Keeper bislang nicht vollends überzeugen. Vor allem beim Herauslaufen offenbarte der Bayern-Torwart, der am Samstag wortlos als einer der ersten das Stadion verließ, Unsicherheiten.

"Kein Torwart-Problem"

Rückendeckung erhielt Rensing auch von Günter Netzer. "Bayern hat kein Torwart-Problem. Denn Rensing ist ein guter Torwart, der sich aber noch auf der Suche nach seiner Form befindet", schrieb Netzer in der "Bild am Sonntag". Er zählt Rensing in die Kategorie von René Adler und Manuel Neuer. "Natürlich hat Michael Rensing als Kahn-Nachfolger noch seine Schwächen. Die Bayern müssen sich allerdings ein für allemal davon befreien, dass man einen Kahn hatte", führte Netzer aus. "Der ein Rückhalt war, der die Mitspieler allein durch seine Persönlichkeit stabilisieren konnte."

Bezeichnend war eine Szene aus der ersten Spielhälfte. Nachdem Rensing sich bei einer Bremer Flanke verschätzt und Daniel van Buyten im Rücken getroffen hatte, wurde der Torwart von dem Belgier lautstark zusammengestaucht. Kaum vorstellbar, dass sich van Buyten das auch bei Kahn getraut hätte. "Michael Rensing steht am Anfang und da muss er sich solche Äußerungen gefallen lassen", sagte Franz Beckenbauer im TV-Sender "Premiere". (mfa/dpa)

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