Sport : Bayern München - Manchester United: Fans als Frühaufsteher

Das große Spiel war schon nach wenigen Stunden ausverkauft, Samuel Kuffour versprach die Treue und Ciriaco Sforza ein schnelles Comeback. Mit einem Ansturm auf die Eintrittskarten und erfreulichen Nachrichten für die Klubverantwortlichen haben beim FC Bayern München die Vorbereitungen auf den bevorstehenden Europacup-Knüller gegen Manchester United begonnen. Um sechs Uhr in der Früh kamen am Dienstag die ersten Fans zur Geschäftsstelle des deutschen Fußball-Rekordmeisters und stellten sich zum Vorverkauf der begehrten Tickets für das Viertelfinal-Heimspiel der Champions League am 18. April in die Reihe. Stundenlang warteten sie geduldig in zwei 200 m langen Schlangen von der Straße bis hinauf in den zweiten Stock der Geschäftsstelle. Am frühen Nachmittag waren alle 59 000 Karten weg. "Der Run auf die Tickets hat alles bisher Dagewesene übertroffen", sagte der Bayern-Sprecher Hans-Peter Renner: "Wir hätten das Olympiastadion dreimal ausverkaufen können."

Das endgültige "Jawort" des vom FC Barcelona umworbenen Nationalspielers Samuel Kuffour dürften die Bayern-Anhänger mit Freude vernommen haben. Der Verteidiger aus Ghana will seinen bis 2003 laufenden Vertrag erfüllen, kündigte der 24-Jährige am Vorabend im Bayerischen Fernsehen an. "Ich bleibe in München", versicherte Kuffour. Es sei aber eine "sehr schwierige Entscheidung" gewesen. "Jeder will beim FC Barcelona spielen, aber es geht nicht." Kuffour hatte in der vergangenen Woche eine vereinsinterne Geldstrafe von 10 000 Mark erhalten, weil er sich mit "Barca"-Berater Bernd Schuster angeblich zu Gesprächen über einen möglichen Wechsel zu dem spanischen Spitzenklub getroffen hatte. Die Höhe der Geldstrafe will der Afrikaner jedoch offenbar nicht akzeptieren. "Ich werde mit dem Manager darüber reden", kündigte er an.

Spätestens zum Heimspiel gegen Manchester United will Ciriaco Sforza nach seiner Knieoperation wieder dabei sein. "Gegen ManU sieht man mich auch wieder im Bayern-Trikot", sagte der Schweizer Nationalspieler. Sforza war Ende Februar erneut am linken Knie operiert worden. Seitdem hält er sich zur Rehabilitation in der Schweiz auf.

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